Wer VR-Schulungsinhalte an mehreren Standorten verwalten will, braucht eine Stelle, die weiß, wer wo arbeitet, welcher Standort welchen Kurs bis wann absolvieren muss und von welcher Brille ein Ergebnis stammt. In Skillsive ist das eine einzige Organisation. Jeder Standort wird zur Teilnehmergruppe, jede Schulung hat eine Frist für alle zugewiesenen Gruppen, und jeder Abschluss speichert Brille, Sprache und Land.
Das ist die Kurzfassung. Unten steht, wie das in einem Unternehmen mit mehreren Werken, Lagern oder Niederlassungen aussieht und wo die Grenzen liegen.
Warum mehrere Standorte ein einfaches Setup sprengen
Ein Rollout an mehreren Standorten scheitert an der Verwaltung, nicht an der Hardware. Jeder Standort führt eine eigene Tabelle, eine eigene Kursliste und hat eine eigene Vorstellung davon, wann die Wiederholung fällig ist. Die Lösung: ein Personenverzeichnis und ein Schulungsplan, der Standort ist nur ein Etikett darauf.
Der VR-Kurs ist überall derselbe. Das Problem liegt drumherum. Ein Werk in Polen, ein Lager in Deutschland und ein Vertriebsbüro mit zwei Brillen erfinden jeweils eine eigene Art, Schulungen festzuhalten. Ein halbes Jahr später verlangt die Prüfung eine einzige Liste, und niemand kann sie liefern.
Eine Organisation, eine Gruppe pro Standort
Die Teilnehmergruppe ist in Skillsive die natürliche Einheit für einen Standort. Der Hilfeartikel zu Teilnehmergruppen nennt Schicht, Standort und Abteilung als typische Beispiele. Sie legen „Poznań Hub“ oder „Lager, Schicht A“ an, fügen die Personen hinzu und weisen Schulungen der Gruppe zu statt 30 Personen einzeln.
Eine Person kann mehreren Gruppen gleichzeitig angehören. Ein Staplerfahrer in Poznań steht in „Poznań Hub“ und in „Staplerfahrer“. Das hilft, wenn eine Schulung für den ganzen Standort gilt und eine andere an der Tätigkeit hängt.
Der Teilnehmerdatensatz ist schlank: Spitzname, optional Personalnummer und Position, dazu Sprache und Land. Lizenziert wird pro Brille, nicht pro Person. Ein Standort mit 200 Beschäftigten und vier Brillen braucht keine 200 Konten.
Gemeinsame Frist, Fortschritt je Standort
Eine Schulung ist in Skillsive ein Kurs mit Durchführungszeitraum. Weisen Sie sie mehreren Standortgruppen zu, bekommt jeder Standort eine eigene Fortschrittsansicht, die Frist bleibt für alle gleich. Genau das will eine zentrale Arbeitsschutzabteilung meist: eine Regel, gemessen pro Standort.
Jede Gruppenseite hat eine Mitgliedermatrix mit einer Zeile pro Person und einer Spalte pro Schulung, jede Zelle zeigt abgeschlossen, in Bearbeitung, nicht begonnen oder überfällig. Von dort verschickt die Standortleitung eine E-Mail-Erinnerung (in der Sprache des Teilnehmers), stellt Zertifikate für alle Absolventen aus oder exportiert die Matrix als CSV oder Excel.
Ein Detail überrascht viele. Die Frist gehört zur Schulung, nicht zur Gruppe. Ändern Sie sie auf der Seite eines Standorts, verschiebt sie sich für alle Standorte dieser Schulung. Braucht ein Standort wirklich ein anderes Datum, bekommt er eine eigene Schulung. Für die jährliche Unterweisung kopiert „Schulung duplizieren“ denselben Kurs in einen neuen Zeitraum, mit denselben Gruppenzuweisungen.
Inhaltssprachen für die ganze Organisation
Mehrere Standorte heißen oft mehrere Sprachen. Die Organisation legt fest, welche Inhaltssprachen sie nutzt und welche Standard ist, und die Brille bietet genau diese an. Jeder Teilnehmer hat zudem seine eigene Sprache. Ein Lager in Deutschland und ein Werk in Polen absolvieren so denselben Kurs jeweils in ihrer Sprache, ohne getrennte Kopien.
Berichte und Zertifikate folgen derselben Logik: Sie erzeugen sie in der Sprache, die das Dokument braucht. Details stehen auf der Seite zur Mehrsprachigkeit.
Brillen: ein Standard, lokale Ausnahmen
Geräteeinstellungen wirken auf zwei Ebenen. Standardwerte gelten für die ganze Organisation, etwa ob Gastmodus erlaubt ist und wie sich Teilnehmer anmelden. Einzelne Optionen überschreiben Sie an bestimmten Brillen. Eine Brille am Messestand darf den Gastmodus erlauben, während in allen Werken die Anmeldung Pflicht ist.
Benennen und nummerieren Sie die Brillen vom ersten Tag an nach Standort. Der Gerätedatensatz hat Felder für Name, Nummer, Farbe und Land, und genau er verknüpft einen Abschluss mit der physischen Brille. „WRO-03“ sagt im Bericht mehr als eine Seriennummer.
Zwei Hinweise aus der Praxis:
- Die Brille lädt geänderte Einstellungen beim App-Start. Nach einer Änderung also die App vor der nächsten Sitzung neu starten.
- Eine Brille auf eine einzige App festzulegen, ist Aufgabe Ihrer MDM-Lösung oder des Kioskmodus von Meta Quest, nicht von Skillsive. Die MDM-Seite behandeln wir im Beitrag zum VR-Brillen-Flottenmanagement.
Der zweite Punkt hat in diesem Jahr an Gewicht gewonnen. Meta hat den Verkauf kommerzieller Quest-Varianten und der Horizon managed services am 20. Februar 2026 eingestellt, HMS-Lizenzen kostenlos gemacht und unterstützt Bestandskunden bis zum 4. Januar 2030 (Meta, 2026). Planen Sie das MDM, bevor Brillen an einen neuen Standort gehen.
Standorte ohne verlässliches WLAN
An entlegenen Standorten zahlt sich der Offline-Modus aus. Eine gekoppelte Brille mit heruntergeladenen Kursen läuft 30 Tage ab der letzten Verbindung ohne Netz, im Professional-Tarif 90 Tage. Ergebnisse und Lektionsverlauf bleiben auf der Brille und werden im Hintergrund hochgeladen, sobald wieder WLAN da ist.
Die Geräteliste zeigt, wann jede Brille zuletzt aktiv war. Die Zentrale erkennt so das Gerät im Schulungsraum im Keller, das seit drei Wochen nicht synchronisiert hat. Mehr dazu auf der Seite zum Offline-Modus.
Ein Bericht für das ganze Unternehmen
Jeder Abschluss hält fest, wer auf welchem Kurs und welcher Brille geschult hat, in welcher Sprache und welchem Land, wann, wie lange und mit welchem Ergebnis. Die Abschlusstabelle filtert nach Kurs, Anwendung, Status und Zeitraum und exportiert genau das Gefilterte als CSV oder XLSX. Für einen einzelnen Standort ist die Mitgliedermatrix seiner Gruppe der schnellere Weg.
Hier zahlt sich die Benennung pro Standort aus. Heißen die Brillen „POZ-01“ und „WRO-03“, zeigt die Gerätespalte im Export sofort, woher ein Ergebnis stammt. Das passt gut zur Dokumentation der Unterweisung, die nach DGUV Vorschrift 1 ohnehin zu führen ist.
Wo das Setup Grenzen hat
Skillsive kennt keine eigene Standortebene. Rollen (Administrator, Analyst, Finanzen, Geräte-Administrator) gelten für die ganze Organisation, ein Analyst sieht also die Ergebnisse aller Standorte. Für die meisten Arbeitsschutzteams ist das gewollt: Eine Person hat den Überblick. Dürfen Ihre Standorte die Daten der anderen nicht sehen, sagen Sie es uns vor dem Rollout, und wir planen die Struktur gemeinsam.
Eine Reihenfolge für den Rollout, die funktioniert
- 1Teilnehmer per CSV importieren, mit ausgefüllter Sprache und Land.
- 2Eine Gruppe pro Standort anlegen, dazu Gruppen für standortübergreifende Tätigkeiten.
- 3Standardeinstellungen für die Brillen setzen, dann jedes Gerät nach Standort benennen und nummerieren.
- 4Jede Schulung einmal anlegen und alle Standortgruppen zuweisen.
- 5Die Mitgliedermatrizen wöchentlich prüfen und vor der Frist erinnern, nicht danach.
Wenn Sie noch Plattformen vergleichen, sammelt unser Leitfaden VR-LMS auswählen die Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten. Für die Skillsive-Seite starten Sie mit der Übersicht zum VR-LMS oder sehen im VR-Schulungskatalog nach, welche Kurse Ihre Standorte gemeinsam nutzen könnten.




