VR vs. E-Learning bei Pflichtschulungen

VR vs. E-Learning bei Pflichtschulungen: Welches Format Aufmerksamkeit hält, Sicherheit gibt und mitwächst — und wie Sie Kurs für Kurs entscheiden.

Łukasz Kamiński 5 Min. Lesezeit
Laptop mit einer E-Learning-Folie neben einer VR-Brille — zwei digitale Formate für Pflichtschulungen im Vergleich

Häufige Fragen

Ist VR bei Pflichtschulungen besser als E-Learning?
Das hängt vom Ziel ab. Wenn es darum geht, Wissen günstig an viele Menschen zu bringen und abzufragen, ist E-Learning kaum zu schlagen. Geht es um Verhalten — eine Prozedur ausführen, unter Druck reagieren —, hält VR die Aufmerksamkeit besser und gibt mehr Sicherheit. In der PwC-Studie waren VR-Lernende bis zu viermal fokussierter als ihre E-Learning-Kollegen.
Erfüllt E-Learning die Anforderungen an Pflichtschulungen?
Für den Wissensteil meistens ja. Vorschriften legen in der Regel fest, was und wie oft geschult werden muss, nicht das Medium — ein sauber gebautes E-Learning-Modul mit Abschlussnachweis deckt die Theorie also ab. Die Lücke ist die praktische Fertigkeit: Ein Test belegt, dass jemand das Material gelesen hat, nicht dass er die Aufgabe beherrscht.
Ist VR teurer als E-Learning?
Am Anfang ja. Laut PwC kostete die Produktion maßgeschneiderter VR-Inhalte bis zu 48% mehr als ein vergleichbarer E-Learning-Kurs, dazu kommen die Brillen. Die Kosten pro Person sinken jedoch mit der Menge: In der Studie lag der Gleichstand mit E-Learning bei 1.950 Lernenden, darüber wurde VR pro Kopf immer günstiger.
Soll ich E-Learning durch VR ersetzen?
Selten vollständig. Die stärksten Programme mischen beides: E-Learning für Fakten, Regeln und Auffrischungen, VR für die praktische Übung, die ein Bildschirm nicht liefert. Setzen Sie jedes Format dort ein, wo es am stärksten ist, statt einem die ganze Arbeit aufzubürden.

Über den Autor

Łukasz Kamiński

Łukasz Kamiński

Mitgründer, VR-Produktentwicklung | Experte für Arbeits- und Brandschutz

Feuerwehrmann und Mitgründer von EHS VR. Er schreibt die Szenarien unserer VR-Trainingsanwendungen und verantwortet deren Produktentwicklung — gestützt auf Praxiswissen in Arbeitsschutz, Brandschutz und Erster Hilfe.