VITURE Pro 2 — Spezifikation und Fazit
Pro 2 kehrt die übliche Ordnung um: mit 299 Dollar ist sie das Günstigste im Programm und zugleich das Modell, dem der Hersteller die beste Optik zuschreibt — eine Birdbath-Generation namens UltraClarity 3.0 — sowie das hellste Panel der Reihe mit 1600 Nits. Mit 63 Gramm ist sie außerdem die leichteste. Aufgegeben wird die Auflösung: 1080p pro Auge gegenüber 1200p bei den Luma-Modellen, ein Tausch, den VITURE in keinem eigenen Vergleich benennt — und der elektrochrome Film: statt getönter Gläser liegt eine physische Blende zum Aufstecken bei. Zwei Rädchen decken 0 bis −5,0 Dioptrien ab, je Auge getrennt. SpaceWalker für den Desktop ist für sie noch als „demnächst" gelistet.
Dieselbe Antwort wie im Rest der Reihe — ein Display, auf das sich nichts ausrollen lässt — mit einem praktischen Unterschied: SpaceWalker für den Desktop ist für dieses Modell noch als „demnächst" gelistet, am Laptop ist es also heute ein gewöhnlicher externer Monitor. Für geteilte oder gelegentliche Nutzung sprechen Gewicht und Passform: 63 Gramm, drei Nasenpads in sieben Höhenpositionen und Dioptrienrädchen, mit denen die meisten Kurzsichtigen ganz ohne Einsätze auskommen.
Nach Darstellung des Herstellers das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der Reihe — er sagt ausdrücklich, die Optikgeneration der Pro 2 sei neuer und schärfer als die der teureren Luma, und sie ist zugleich das leichteste und hellste Produkt im Programm. Den Tausch, den er nie erwähnt, betrifft die Auflösung: 1080p pro Auge gegen 1200p bei den Luma-Modellen. Zwei kleinere Punkte. Einen elektrochromen Film gibt es nicht; die Abschirmung liefert eine physische Blende aus dem Karton. Und anders als bei beiden Geschwistern veröffentlicht VITURE für sie überhaupt keine Angabe zur Stromversorgung — nicht einmal den Satz „kein eingebauter Akku", den die Luma-Seiten tragen — deshalb steht hier nichts, statt etwas anzunehmen.
Einordnung in der eigenen Klasse
Die Achse reicht vom niedrigsten bis zum höchsten veröffentlichten Wert unter den Geräten der Klasse „AR — tragbares Display“ in diesem Katalog. Der graue Strich ist der Median der Klasse.
Median dieser Klasse: 50°, aus 19 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 77 g, aus 22 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 700 Nits, aus 20 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 514 USD, aus 16 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Vollständige Spezifikation
Ein Gedankenstrich bedeutet: Der Hersteller veröffentlicht diesen Wert nicht.
- HerstellerWer es herstellt — und von wem Sie Support kaufen.
- VITURE
- KategorieUm welche Art Produkt es sich handelt. Davon hängt ab, welche Zeilen unten überhaupt sinnvoll sind.
- AR — tragbares Display
- GerätetypWo gerechnet wird — und damit, was Sie zum Betrieb brauchen.
- AR über Smartphone
- AnkündigungDer Tag der Vorstellung, nicht der Verkaufsstart.
- 2026-08-05
- MarkteinführungJahr der Markteinführung. In dieser Kategorie ist älter nicht automatisch schlechter.
- 2026
- VerfügbarkeitOb es heute noch neu bestellbar ist.
- Im Handel
- Support-EndeDas Datum, an dem der Hersteller den Support beendet. Entscheidend für eine Flotte, die Sie gerade kaufen.
- Support-Ende: vom Hersteller nicht angegeben
- DisplayWie das Bild entsteht. „Kein Display“ ist hier eine echte Antwort, keine Lücke.
- Birdbath-Optik
- AugenEin Auge oder beide. Über eine ganze Schicht ist das ein echter Unterschied bei der Ermüdung.
- Beide Augen
- Auflösung pro AugePixel pro Auge. Mehr bedeutet, dass kleine Schrift und Etiketten lesbar bleiben.
- 1920x1080
- BildwiederholrateBilder pro Sekunde. Mehr wirkt flüssiger und hilft Personen, die zu Unwohlsein neigen.
- 120 Hz
- SichtfeldWie viel des Sichtfelds das Bild einnimmt. Größer heißt immersiver, nicht automatisch besser für die Arbeit.
- 50°
- PixeldichtePixel pro Blickwinkelgrad — der ehrliche Weg, die Schärfe einer Brille mit der einer VR-Brille zu vergleichen. Mehr ist schärfer. Nur dort angegeben, wo jemand den Wert veröffentlicht hat; wir berechnen ihn nie selbst.
- Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- HelligkeitIn der Halle und im Freien entscheidet Helligkeit über Lesbarkeit, nicht die Auflösung.
- 1600 Nits
- GewichtNur das Gerät. Ab etwa 150 g spürt man es innerhalb einer Stunde.
- 63 g
- Sichtbares SichtfeldWas das Auge durch die Optik sieht, nach Achsen.
- Sichtbares Sichtfeld: vom Hersteller nicht angegeben
- Gerendertes SichtfeldWas das Gerät rendert. Nie kleiner als das Sichtbare.
- Gerendertes Sichtfeld: vom Hersteller nicht angegeben
- Binokulare ÜberlappungWo beide Augen dasselbe sehen — dort entsteht Tiefe.
- Binokulare Überlappung: vom Hersteller nicht angegeben
- Mittlere PixeldichtePixel pro Grad über das Bild. Mehr ist schärfer.
- Mittlere Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- Maximale PixeldichteDer schärfste Punkt, meist die Linsenmitte.
- Maximale Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- Subpixel-AnordnungAnordnung der Farbpunkte im Pixel. Stripe wirkt bei Text sauberer als PenTile.
- Subpixel-Anordnung: vom Hersteller nicht angegeben
- Foveated RenderingOb außerhalb des Blickpunkts Details reduziert werden.
- Foveated Rendering: vom Hersteller nicht angegeben
- SehkorrekturWie Brillenträger es nutzen, und in welchem Dioptrienbereich.
- Eingebaute Dioptrienverstellung · -5 bis 0 dpt
- AbmessungenBreite, Höhe und Tiefe des Geräts.
- Abmessungen: vom Hersteller nicht angegeben
- Gewicht mit KopfbandMit dem mitgelieferten Kopfband — das tatsächlich getragene Gewicht.
- Gewicht mit Kopfband: vom Hersteller nicht angegeben
- KopfbandWeiches oder starres Band. Bestimmt, wie das Gewicht nach einer Stunde sitzt.
- Brillenfassung
- MaterialienGehäuse und Gesichtsauflage, laut Hersteller.
- Materialien: vom Hersteller nicht angegeben
- FarbenFarben, in denen es verkauft wird.
- Schwarz
- Haptik im HeadsetVibration im Headset selbst, nicht in den Controllern.
- Haptik im Headset: vom Hersteller nicht angegeben
- TrackingOb Inhalte im Raum stehen bleiben (6DoF), der Kopfdrehung folgen (3DoF) oder schlicht fixiert sind.
- 3DoF (nur Drehung)
- Tracking-KamerasWie viele Kameras die Position bestimmen.
- Tracking-Kameras: vom Hersteller nicht angegeben
- Tracking-FrequenzWie oft die Position berechnet wird. Höher ist stabiler.
- Tracking-Frequenz: vom Hersteller nicht angegeben
- TiefensensorEin eigener Abstandssensor zusätzlich zu den Kameras.
- Nein
- HandtrackingOb sich die Oberfläche mit bloßen Händen bedienen lässt, ohne Controller und ohne Telefon.
- Nein
- GesichtstrackingErfasst die Mimik — für Avatare, nicht für Trainingsszenarien.
- Gesichtstracking: vom Hersteller nicht angegeben
- KörpertrackingWie viel vom Körper das Gerät kennt. Geschätzte Beine sind keine getrackten Beine.
- Körpertracking: vom Hersteller nicht angegeben
- Controller enthaltenOb Motion-Controller im Karton liegen, separat gekauft werden — oder das Gerät nur mit den Händen arbeitet.
- Nein
- Controller-Tracking6DoF-Controller tracken Position und Drehung, eine Hand greift also im Raum; 3DoF zeigen nur. „Keine“ heißt nur Hände.
- Keine (nur Hände)
- Weitere EingabemethodenEingabewege jenseits von Controller und bloßen Händen.
- Weitere Eingabemethoden: vom Hersteller nicht angegeben
- Wo gerechnet wirdOb das Gerät selbst rechnet oder von Telefon, PC oder Gürteleinheit abhängt.
- Vom Telefon betrieben
- ProzessorProzessor und Speicher im Inneren. Daraus leiten wir die Leistungseinstufung oben ab.
- Prozessor: vom Hersteller nicht angegeben
- ProzessorKerne und Taktraten, sofern der Hersteller sie nennt.
- Prozessor: vom Hersteller nicht angegeben
- GrafikeinheitDer Grafikteil des Chips.
- Grafikeinheit: vom Hersteller nicht angegeben
- ArbeitsspeicherArbeitsspeicher des Geräts. Zusammen mit dem Chip bestimmt er, wie komplex eine Szene sein darf.
- Arbeitsspeicher: vom Hersteller nicht angegeben
- PlattformDie Plattform, gegen die eine App gebaut wird — und die ein MDM sprechen muss.
- Plattform: vom Hersteller nicht angegeben
- SpeicherPlatz für heruntergeladene Kurse. Mehr zählt für eine Offline-Bibliothek in mehreren Sprachen.
- Speicher: vom Hersteller nicht angegeben
- SD-KartensteckplatzOb sich der Speicher per Karte erweitern lässt.
- SD-Kartensteckplatz: vom Hersteller nicht angegeben
- Apps von DrittanbieternWie die Anwendung eines Drittanbieters auf das Gerät kommt: als gewöhnliches Android-Paket, nur über ein Hersteller-SDK oder gar nicht.
- App läuft auf dem Telefon
- Skillsive-Apps laufenUnsere eigene Aussage, ob Skillsive-Schulungsanwendungen heute darauf laufen.
- Nein
- Für Schulungen geeignetUnsere Einschätzung, ob das Gerät den echten Einsatz übersteht: Komfort, Hygiene, Flottenverwaltung.
- Nein
- ZertifizierungenIndustriezertifikate, die der Hersteller auf seiner eigenen Seite nennt. Leer heißt unbestätigt, nie „wird schon passen“.
- SGS Eye Strain A+
- AnschlüssePhysische Anschlüsse und Ladekontakte.
- USB Type-C
- WLANDie WLAN-Generation — sie bestimmt die Qualität des Streamings.
- WLAN: vom Hersteller nicht angegeben
- BluetoothFür Controller, Kopfhörer und Zubehör.
- Bluetooth: vom Hersteller nicht angegeben
- Bild vom ComputerOb ein Computer das Bild liefern kann, per Kabel oder drahtlos.
- Per Kabel
- AudioEingebauter Ton. Am wichtigsten dort, wo jemand beim Arbeiten einen Remote-Experten hören muss.
- Eingebaute Lautsprecher
- MikrofonEingebautes Mikrofon — die andere Hälfte des Gesprächs mit dem Remote-Experten.
- Mikrofon: vom Hersteller nicht angegeben
- MikrofoneWie viele. Ein Array trennt Stimmen von Lärm, ein einzelnes Mikrofon nicht.
- Mikrofone: vom Hersteller nicht angegeben
- KameraEine Kamera ist die Voraussetzung für Remote-Support und Fotodokumentation.
- Nein
- PreisklasseDie Preisklasse statt eines Preises, der veraltet.
- Mittelklasse
- EinführungspreisDer Einführungspreis des Herstellers. Feste Geschichte, veraltet also nie.
- 299 USD
- Preis je KonfigurationWas jede Konfiguration zum Start kostete.
- Preis je Konfiguration: vom Hersteller nicht angegeben
- Preis heuteUngefährer aktueller Nettopreis in USD — ein allgemeiner Wert, da sich diese Preise nach Abzug der Steuer kaum zwischen Regionen unterscheiden. Momentaufnahme vom angegebenen Datum, kein Angebot.
- 299 USD
Für wen dieses Gerät gedacht ist
VITURE richtet sie an Erstkäufer und ans Reisen: „Wer die schärfste Optik zum zugänglichsten Preis will, die dünnste XR-Brille überhaupt und das ideale erste Paar zum Spielen und für den Alltag, wählt die VITURE Pro 2", und die FAQ formuliert es als „für alltägliche XR-Unterhaltung ausgelegt … für Filme, Reisen und gelegentliches Spielen". Mit 63 Gramm ist sie das leichteste Produkt des Hauses.
Was es vom Vorgänger unterscheidet
Gegenüber jeder anderen VITURE ist sie die günstigste, leichteste und hellste, und der Hersteller schreibt ihr zudem die neueste und schärfste Optik zu. Gegenüber der Luma kostet sie hundert Dollar weniger und gibt 1200p für 1080p auf sowie den elektrochromen Film für eine aufsteckbare Blende. Gegenüber der Luma Ultra gibt es keinen Fähigkeitsvergleich — keine Kameras, kein 6DoF — nur einen über Preis und Gewicht. Gegenüber der XREAL xbx a01+, dem nächstliegenden Gerät dieses Katalogs zum selben Preis von 299 Dollar, ist die a01+ noch heller und leichter, doch die Pro 2 hat Dioptrienrädchen, die der a01+ fehlen.
Was fehlt und was der Hersteller nicht veröffentlicht
Die veröffentlichten Faltmaße lauten 50 mal 50 mal 54,3 Millimeter, was für eine Brille, deren eigenes Etui 191 Millimeter lang ist, nicht stimmen kann — der Hersteller wiederholt dieselbe Zahl auf Deutsch, es ist also eine konsistente Veröffentlichung und kein Tippfehler einer Sprachfassung; wir haben nichts übernommen. Für dieses Modell gibt es keinerlei Angabe zur Stromversorgung, nicht einmal den Satz „kein eingebauter Akku", den beide Luma-Seiten tragen. Die 146-Zoll-Angabe kommt ohne Betrachtungsabstand, während beide Luma-Modelle ihre mit vier Metern qualifizieren. Die Korrektionsgeschichte widerspricht sich: die FAQ spricht von der „beiliegenden Klemmfassung für Korrektionsgläser", der Lieferumfang führt keine auf, und VITURE verkauft sie separat. Den Schritt von 1200p auf 1080p benennt kein einziger herstellereigener Vergleich. Und es fehlen Mikrofonangabe, Rahmenmaterial, Sichtfeldachse und jede regulatorische Kennzeichnung.
VITURE Pro 2 — häufige Fragen
- Wie kommt das günstigste Modell zur besten Optik?
- Weil es das neueste ist. VITURE nennt die darin verbaute Birdbath-Generation UltraClarity 3.0 und beantwortet den Vergleich direkt: gefragt, welche zwischen Pro 2 und der teureren Luma schärfer sei, nennt der Hersteller die Pro 2. Gespart wird an anderer Stelle — 1080p pro Auge statt 1200p, kein elektrochromer Film und keine Größenvarianten.
- Wie schirmt sie Außenlicht ohne elektrochrome Gläser ab?
- Mit einer aufsteckbaren physischen Blende. VITURE legt eine bei — „aufstecken für volle Immersion, abnehmen, um präsent zu bleiben" — während die Luma-Modelle die Gläser auf Tastendruck elektrisch abdunkeln. Der Tausch ist praktischer statt technischer Natur: die Blende kann verloren gehen und kennt nur ganz oder gar nicht, kostet aber weder Gewicht noch Geld.
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Die nächstliegenden Geräte derselben Klasse, sortiert nach Verfügbarkeit und Einführungspreis — nicht nach unserer Einschätzung.
Spezifikation am 2026-08-16 auf der Herstellerseite geprüft. Herstellerspezifikation
Produkt- und Firmennamen sind Marken der jeweiligen Inhaber und stehen hier ausschließlich zur Kennzeichnung der verglichenen Hardware. Wir sind mit keinem dieser Hersteller verbunden und werden von ihnen weder gesponsert noch unterstützt. Die Illustrationen stammen von uns.



