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VITURE Helix

VITURE · Autarkes AR

VITURE Helix

Schutzbrille mit mithörender KI — angekündigt und noch nicht zertifiziert.

Angekündigt für 2027-Q1
Display
Kein Display
Helligkeit
Gewicht
Sichtfeld
Akku
Skillsive-Apps laufen
Nein

VITURE Helix — Spezifikation und Fazit

Helix ist das einzige Gerät in diesem Katalog, das von der persönlichen Schutzausrüstung her gedacht ist und nicht vom Bildschirm. VITURE stellte es im Juni 2026 auf der AWE als Schutzbrille vor: 12-Megapixel-Kamera aus der Ich-Perspektive, Array aus vier Mikrofonen, Stereolautsprecher — und überhaupt keine Anzeige: „Voice in, voice out. No display. Eyes stay on the work." Sie arbeitet eigenständig über WLAN ohne Begleit-Smartphone, und das Modell, das die Arbeit macht, sitzt in NVIDIAs Infrastruktur statt im Bügel. Die Brille ist also Sensorik und Hörer, nicht der Rechner. Zwei Punkte muss ein PSA-Einkäufer genau lesen. VITUREs eigene Formulierung lautet „ANSI Z87.1-2025 / Certification in progress" — die Brille ist auf die US-Schlagfestigkeitsnorm hin konstruiert, heute aber nicht danach zertifiziert, und eine EN-166- oder CE-Angabe fehlt selbst auf VITUREs deutscher Seite. Der veröffentlichte Akkuwert ist „60+ Minuten im Laden-während-der-Nutzung", also eine Stunde mit Vorbehalt, keine Schicht. Als Liefertermin nennt VITURE das erste Quartal 2027, ab 599 US-Dollar.

Das ist das Marktangebot, das einer Brille am nächsten kommt, die eine Arbeitsschutzabteilung ohnehin beschafft — und genau deshalb wiegen die Lücken schwer. Es gibt keine Geräteverwaltung, kein Provisioning, keine Admin-Konsole, was bei einem Produkt auffällt, dessen Versprechen das Mitschneiden jeder Schicht für die Organisation ist. Ein SDK fehlt ebenfalls: VITUREs Entwicklerseite erwähnt Helix mit keinem Wort, es gibt heute also keinen Weg für fremde Anwendungen. Und weil das Modell in NVIDIAs Infrastruktur läuft und nicht im Bügel, braucht die Brille funkendes WLAN, um ihre Aufgabe zu erfüllen; ein Offline-Verhalten hat VITURE nirgends beschrieben. Ein Pilotprojekt sollte außerdem die Frage klären, die der Hersteller nirgends anspricht: eine dauerhaft aktive Kamera und vier Mikrofone, die im Labor oder an der Linie aufzeichnen, werfen zuerst Fragen nach Speicherung, Aufbewahrungsfrist und Betriebsrat auf und erst danach technische.

Angekündigt, nicht lieferbar, und der eine Punkt, der darüber entscheidet, ob es überhaupt Schutzausrüstung ist, bleibt offen: VITURE schreibt, die Zertifizierung nach ANSI Z87.1-2025 laufe noch — heute trägt Helix also keine abgeschlossene Sicherheitszertifizierung und erhebt keinerlei europäischen Konformitätsanspruch. Die ANSI-Formulierung wörtlich nehmen: VITUREs eigene Meta-Beschreibung lässt den Vorbehalt weg und sagt „engineered to ANSI Z87.1 industrial safety standards" — genau die Fassung, die am ehesten als fertiges Zertifikat weitergetragen wird. Der Rest der Lücken ist für eine Ankündigung üblich: kein Gewicht, keine Akkukapazität, keine IP-Klasse, kein Betriebstemperaturbereich — ohne all das lässt sich keine PSA-Spezifikation schreiben. Beobachtenswert, denn eine anzeigenlose Schutzbrille, die per Stimme anleitet, ist eine wirklich andere Idee als alles andere in diesem Katalog. Für eine Rollout-Planung gibt es hier noch nichts.

Einordnung in der eigenen Klasse

Die Achse reicht vom niedrigsten bis zum höchsten veröffentlichten Wert unter den Geräten der Klasse „KI-Brillen“ in diesem Katalog. Der graue Strich ist der Median der Klasse.

Einführungspreis599 USD
299 USD799 USD

Median dieser Klasse: 499 USD, aus 14 Modellen mit veröffentlichtem Wert.

Vollständige Spezifikation

Ein Gedankenstrich bedeutet: Der Hersteller veröffentlicht diesen Wert nicht.

HerstellerWer es herstellt — und von wem Sie Support kaufen.
VITURE
KategorieUm welche Art Produkt es sich handelt. Davon hängt ab, welche Zeilen unten überhaupt sinnvoll sind.
KI-Brillen
GerätetypWo gerechnet wird — und damit, was Sie zum Betrieb brauchen.
Autarkes AR
AnkündigungDer Tag der Vorstellung, nicht der Verkaufsstart.
2026-06-16
MarkteinführungJahr der Markteinführung. In dieser Kategorie ist älter nicht automatisch schlechter.
Markteinführung: vom Hersteller nicht angegeben
VerfügbarkeitOb es heute noch neu bestellbar ist.
Angekündigt für 2027-Q1
Support-EndeDas Datum, an dem der Hersteller den Support beendet. Entscheidend für eine Flotte, die Sie gerade kaufen.
Support-Ende: vom Hersteller nicht angegeben

DisplayWie das Bild entsteht. „Kein Display“ ist hier eine echte Antwort, keine Lücke.
Kein Display
Auflösung pro AugePixel pro Auge. Mehr bedeutet, dass kleine Schrift und Etiketten lesbar bleiben.
Auflösung pro Auge: vom Hersteller nicht angegeben
BildwiederholrateBilder pro Sekunde. Mehr wirkt flüssiger und hilft Personen, die zu Unwohlsein neigen.
Bildwiederholrate: vom Hersteller nicht angegeben
PixeldichtePixel pro Blickwinkelgrad — der ehrliche Weg, die Schärfe einer Brille mit der einer VR-Brille zu vergleichen. Mehr ist schärfer. Nur dort angegeben, wo jemand den Wert veröffentlicht hat; wir berechnen ihn nie selbst.
Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
GewichtNur das Gerät. Ab etwa 150 g spürt man es innerhalb einer Stunde.
Gewicht: vom Hersteller nicht angegeben

Für wen dieses Gerät gedacht ist

Helix richtet sich an Menschen, deren Hände beschäftigt sind und deren Blick bei der Arbeit bleiben muss: VITURE nennt Laborforschende, klinisches Personal, Servicetechniker und Anlagenbediener. Die Konstruktion folgt daraus. Es gibt keine Anzeige, also schiebt sich nichts zwischen Träger und Aufgabe; eine 12-Megapixel-Kamera und ein Array aus vier Mikrofonen speisen ein Modell, das per Stimme antwortet; und der Rahmen ist als Schutzbrille gebaut, nicht als Konsumentenzubehör. Es ist das einzige Gerät in diesem Katalog, das von der persönlichen Schutzausrüstung her gedacht ist. Ob es sich als PSA beschaffen lässt, ist eine andere Frage — und die Antwort lautet heute: noch nicht.

Was es vom Vorgänger unterscheidet

Gegenüber VITUREs eigenen Luma Pro und Beast ist Helix das umgekehrte Produkt: jene sind tragbare Bildschirme, in die man Telefon oder Handheld steckt, dieses hat gar keine Anzeige und braucht keinen Host. Gegenüber Rokid Glasses oder Even Realities G2 — den eigenständigen KI-Brillen, die hier bereits stehen — liegt der Unterschied darin, wo das Modell läuft. Jene tragen ihren Assistenten auf dem Gerät oder im Telefon; Helix streamt über WLAN in NVIDIAs Infrastruktur, was ein größeres Modell erkauft und eine Netzabhängigkeit kostet. Und gegenüber dem industriellen AR dieses Katalogs, RealWear Navigator oder Iristick G2 PRO, ist der Kontrast die Zertifizierung: jene werden heute mit abgeschlossenen Zulassungen geliefert, Iristick nach EN 166 S und ANSI Z87, während Helix' Zertifizierung noch läuft.

Was fehlt und was der Hersteller nicht veröffentlicht

Die Zertifizierung ist die Lücke, die am schwersten wiegt. VITUREs eigene Formulierung lautet „ANSI Z87.1-2025 / Certification in progress", also ist noch nichts zertifiziert, und eine EN-166- oder CE-Angabe fehlt überall — auch auf der deutschen Seite des Herstellers. Darüber hinaus: kein Gewicht, keine Akkukapazität, keine IP-Klasse, kein Betriebstemperaturbereich, und ohne all das lässt sich keine PSA-Spezifikation schreiben. Die angegebene Laufzeit ist „60+ Minuten im Laden-während-der-Nutzung", was für Schichtarbeit knapp ist und ohne jede Aussage zu Ersatzakku oder Wechsel im Betrieb auskommt. Es gibt keine Flottenverwaltung, kein SDK, keine Unternehmenslizenzierung, und VITURE sagt nichts darüber, wo und wie lange die Aufzeichnungen „jeder Schicht" gespeichert werden. Als Liefertermin ist das erste Quartal 2027 genannt; zu testen gibt es nichts.

VITURE Helix — häufige Fragen

Ist Helix eine zertifizierte Schutzbrille?
Noch nicht. VITURE schreibt, das Gerät sei auf ANSI Z87.1-2025 hin konstruiert und die Zertifizierung laufe — das sind zwei verschiedene Aussagen, und die eigene Meta-Beschreibung des Herstellers lässt den Vorbehalt weg, womit der Unterschied genau dort verloren geht. Außerdem wird weder eine EN-166- noch eine CE-Kennzeichnung beansprucht, also das, wonach ein europäischer Betrieb fragt. Solange kein Zertifikat existiert, lässt sie sich nicht als Augenschutz festlegen.
Ließen sich unsere Schulungsinhalte darauf bringen?
Heute gibt es keinen veröffentlichten Weg. VITUREs Entwicklerseiten erwähnen Helix nicht, ein SDK oder eine Anwendungsplattform wurde nicht angekündigt, und die Intelligenz stammt aus einem Modell in NVIDIAs Infrastruktur, nicht aus Software in der Brille. Auch das Netz gehört in die Planung: Da das Modell außerhalb des Geräts liegt, braucht die Brille funktionierendes WLAN, um überhaupt etwas zu tun, und VITURE hat nicht beschrieben, was bei einem Ausfall passiert.

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Spezifikation am 2026-08-16 auf der Herstellerseite geprüft. Herstellerspezifikation

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