INMO GO3 — Spezifikation und Fazit
GO3 ist um Live-Übersetzung auf dem Glas herum gebaut: ein binokularer Wellenleiter mit grünem Micro-LED, 640×480 pro Auge und 1500 Nits, 98 Sprachen online und neun vollständig auf dem Gerät, ganz ohne Netz. Die Konstruktionsentscheidung, die es von allem anderen hier trennt, ist die Energieversorgung — statt einer größeren Zelle setzt INMO ein magnetisches 270-mAh-Modul ein, das sich in etwa fünf Sekunden herausnehmen und ersetzen lässt, während man die Brille aufbehält, dazu ein 1300-mAh-Etui, das zwei davon gleichzeitig lädt. Es läuft auf einem Echtzeitbetriebssystem statt Android, hat 64 GB Speicher, wiegt 58 Gramm und nimmt Eingaben vom Bügel-Touchfeld, von physischen Tasten, aus der App oder von einem separat verkauften Ring. Eine physische Kameraabdeckung ist vorhanden.
Der Wechselakku ist der Punkt, den ein Betrieb wirklich abwägen sollte. Ein Gerät, das zum Laden nie abgenommen werden muss, ist ein anderes Angebot als eines, das es muss, und INMO legt zwei Module und ein Etui bei, das beide lädt. Dem steht gegenüber: GO3 läuft auf einem Echtzeitbetriebssystem statt Android, und die hauseigene Entwicklerplattform samt Unity-SDK unterstützt ausschließlich die Air3 — einen Weg für fremde Anwendungen gibt es also nicht. Flottenverwaltung, Kioskmodus und Unternehmenslizenzierung fehlen, und INMO veröffentlicht für GO3 weder Handbuch noch Supportbereich: die Supportseite führt vier ältere Produkte, dieses nicht.
Ein gut spezifiziertes Übersetzungswerkzeug mit einer wirklich originellen Idee: die Zelle in fünf Sekunden wechseln, ohne die Brille abzusetzen. Die zweite praktische Stärke ist die Offline-Übersetzung von neun Sprachen auf dem Gerät, denn sie überlebt einen Standort ohne Empfang. Was fehlt, ist für ein Produkt ungewöhnlich, das mit veröffentlichten Länderpreisen in die EU und nach Großbritannien verkauft wird: kein CE, kein FCC, kein RoHS, keine IP-Klasse — nichts. Auch der Funkteil ist undokumentiert: weder WLAN-Generation noch Bluetooth-Version erscheinen irgendwo, bei einem Gerät, dessen Aushängeschild Cloud-Übersetzung ist.
Einordnung in der eigenen Klasse
Die Achse reicht vom niedrigsten bis zum höchsten veröffentlichten Wert unter den Geräten der Klasse „KI-Brillen“ in diesem Katalog. Der graue Strich ist der Median der Klasse.
Median dieser Klasse: 29°, aus 6 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 49 g, aus 11 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 1500 Nits, aus 7 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 499 USD, aus 14 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Vollständige Spezifikation
Ein Gedankenstrich bedeutet: Der Hersteller veröffentlicht diesen Wert nicht.
- HerstellerWer es herstellt — und von wem Sie Support kaufen.
- INMO
- KategorieUm welche Art Produkt es sich handelt. Davon hängt ab, welche Zeilen unten überhaupt sinnvoll sind.
- KI-Brillen
- GerätetypWo gerechnet wird — und damit, was Sie zum Betrieb brauchen.
- Autarkes AR
- AnkündigungDer Tag der Vorstellung, nicht der Verkaufsstart.
- Ankündigung: vom Hersteller nicht angegeben
- MarkteinführungJahr der Markteinführung. In dieser Kategorie ist älter nicht automatisch schlechter.
- 2026
- VerfügbarkeitOb es heute noch neu bestellbar ist.
- Im Handel
- Support-EndeDas Datum, an dem der Hersteller den Support beendet. Entscheidend für eine Flotte, die Sie gerade kaufen.
- Support-Ende: vom Hersteller nicht angegeben
- DisplayWie das Bild entsteht. „Kein Display“ ist hier eine echte Antwort, keine Lücke.
- Waveguide
- AugenEin Auge oder beide. Über eine ganze Schicht ist das ein echter Unterschied bei der Ermüdung.
- Beide Augen
- Auflösung pro AugePixel pro Auge. Mehr bedeutet, dass kleine Schrift und Etiketten lesbar bleiben.
- 640x480
- BildwiederholrateBilder pro Sekunde. Mehr wirkt flüssiger und hilft Personen, die zu Unwohlsein neigen.
- Bildwiederholrate: vom Hersteller nicht angegeben
- SichtfeldWie viel des Sichtfelds das Bild einnimmt. Größer heißt immersiver, nicht automatisch besser für die Arbeit.
- 30°
- PixeldichtePixel pro Blickwinkelgrad — der ehrliche Weg, die Schärfe einer Brille mit der einer VR-Brille zu vergleichen. Mehr ist schärfer. Nur dort angegeben, wo jemand den Wert veröffentlicht hat; wir berechnen ihn nie selbst.
- Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- HelligkeitIn der Halle und im Freien entscheidet Helligkeit über Lesbarkeit, nicht die Auflösung.
- 1500 Nits
- GewichtNur das Gerät. Ab etwa 150 g spürt man es innerhalb einer Stunde.
- 58 g
- Sichtbares SichtfeldWas das Auge durch die Optik sieht, nach Achsen.
- Sichtbares Sichtfeld: vom Hersteller nicht angegeben
- Gerendertes SichtfeldWas das Gerät rendert. Nie kleiner als das Sichtbare.
- Gerendertes Sichtfeld: vom Hersteller nicht angegeben
- Binokulare ÜberlappungWo beide Augen dasselbe sehen — dort entsteht Tiefe.
- Binokulare Überlappung: vom Hersteller nicht angegeben
- Mittlere PixeldichtePixel pro Grad über das Bild. Mehr ist schärfer.
- Mittlere Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- Maximale PixeldichteDer schärfste Punkt, meist die Linsenmitte.
- Maximale Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- Subpixel-AnordnungAnordnung der Farbpunkte im Pixel. Stripe wirkt bei Text sauberer als PenTile.
- Subpixel-Anordnung: vom Hersteller nicht angegeben
- Foveated RenderingOb außerhalb des Blickpunkts Details reduziert werden.
- Foveated Rendering: vom Hersteller nicht angegeben
- SehkorrekturWie Brillenträger es nutzen, und in welchem Dioptrienbereich.
- Korrektureinsätze des Herstellers
- AbmessungenBreite, Höhe und Tiefe des Geräts.
- Abmessungen: vom Hersteller nicht angegeben
- Gewicht mit KopfbandMit dem mitgelieferten Kopfband — das tatsächlich getragene Gewicht.
- Gewicht mit Kopfband: vom Hersteller nicht angegeben
- KopfbandWeiches oder starres Band. Bestimmt, wie das Gewicht nach einer Stunde sitzt.
- Brillenfassung
- MaterialienGehäuse und Gesichtsauflage, laut Hersteller.
- aluminium alloy · PA
- FarbenFarben, in denen es verkauft wird.
- Farben: vom Hersteller nicht angegeben
- Haptik im HeadsetVibration im Headset selbst, nicht in den Controllern.
- Haptik im Headset: vom Hersteller nicht angegeben
- TrackingOb Inhalte im Raum stehen bleiben (6DoF), der Kopfdrehung folgen (3DoF) oder schlicht fixiert sind.
- Keins
- Tracking-KamerasWie viele Kameras die Position bestimmen.
- Tracking-Kameras: vom Hersteller nicht angegeben
- Tracking-FrequenzWie oft die Position berechnet wird. Höher ist stabiler.
- Tracking-Frequenz: vom Hersteller nicht angegeben
- TiefensensorEin eigener Abstandssensor zusätzlich zu den Kameras.
- Tiefensensor: vom Hersteller nicht angegeben
- HandtrackingOb sich die Oberfläche mit bloßen Händen bedienen lässt, ohne Controller und ohne Telefon.
- Nein
- GesichtstrackingErfasst die Mimik — für Avatare, nicht für Trainingsszenarien.
- Gesichtstracking: vom Hersteller nicht angegeben
- KörpertrackingWie viel vom Körper das Gerät kennt. Geschätzte Beine sind keine getrackten Beine.
- Körpertracking: vom Hersteller nicht angegeben
- Controller enthaltenOb Motion-Controller im Karton liegen, separat gekauft werden — oder das Gerät nur mit den Händen arbeitet.
- Nein
- Controller-Tracking6DoF-Controller tracken Position und Drehung, eine Hand greift also im Raum; 3DoF zeigen nur. „Keine“ heißt nur Hände.
- Keine (nur Hände)
- Weitere EingabemethodenEingabewege jenseits von Controller und bloßen Händen.
- Sprache · Touchpad am Bügel · Ring
- Wo gerechnet wirdOb das Gerät selbst rechnet oder von Telefon, PC oder Gürteleinheit abhängt.
- Eigenständig (eigener Rechner)
- ProzessorProzessor und Speicher im Inneren. Daraus leiten wir die Leistungseinstufung oben ab.
- Prozessor: vom Hersteller nicht angegeben
- ProzessorKerne und Taktraten, sofern der Hersteller sie nennt.
- Dual-core CPU
- GrafikeinheitDer Grafikteil des Chips.
- Grafikeinheit: vom Hersteller nicht angegeben
- ArbeitsspeicherArbeitsspeicher des Geräts. Zusammen mit dem Chip bestimmt er, wie komplex eine Szene sein darf.
- Arbeitsspeicher: vom Hersteller nicht angegeben
- PlattformDie Plattform, gegen die eine App gebaut wird — und die ein MDM sprechen muss.
- RTOS
- SpeicherPlatz für heruntergeladene Kurse. Mehr zählt für eine Offline-Bibliothek in mehreren Sprachen.
- 64 GB
- SD-KartensteckplatzOb sich der Speicher per Karte erweitern lässt.
- SD-Kartensteckplatz: vom Hersteller nicht angegeben
- AkkuLaufzeit laut Hersteller. Ein wechselbarer Akku zählt mehr als die Zahl.
- Akku: vom Hersteller nicht angegeben
- Akkukapazität (Wh)Energie der Zelle. Mehr bedeutet länger bei gleichem Verbrauch.
- Akkukapazität (Wh): vom Hersteller nicht angegeben
- Akkukapazität (mAh)Dieselbe Angabe in der anderen Einheit. Wir rechnen nie um.
- 270 mAh
- LadezeitVon leer auf voll. Hersteller nennen das selten, daher stammt es meist von dem, der es gemessen hat.
- Ladezeit: vom Hersteller nicht angegeben
- NetzteilLeistung des mitgelieferten Netzteils — sie bestimmt die Ladezeit.
- Netzteil: vom Hersteller nicht angegeben
- Externer AkkuAkku am Kabel oder in einer Einheit statt am Kopf.
- Ja
- LadeetuiZusätzliche Laufzeit im mitgelieferten Etui.
- Ladeetui: vom Hersteller nicht angegeben
- Akku im Betrieb wechselbarOb ein geladener Akku den leeren ersetzt, ohne die Sitzung zu beenden. Das entscheidet, ob eine Brille eine Ganztags-Schulungsstation tragen kann.
- Ja
- Apps von DrittanbieternWie die Anwendung eines Drittanbieters auf das Gerät kommt: als gewöhnliches Android-Paket, nur über ein Hersteller-SDK oder gar nicht.
- Geschlossene Plattform
- Skillsive-Apps laufenUnsere eigene Aussage, ob Skillsive-Schulungsanwendungen heute darauf laufen.
- Nein
- Für Schulungen geeignetUnsere Einschätzung, ob das Gerät den echten Einsatz übersteht: Komfort, Hygiene, Flottenverwaltung.
- Nein
- Kiosk-Modus / MDMHerstellerwerkzeuge zum Registrieren von Geräten, Ausrollen einer App und Sperren der Brille darauf. Ab zehn Geräten praktisch Pflicht.
- Nein
- Business-VarianteEine offizielle Business-Stufe, damit die Geräte dem Unternehmen gehören und nicht privaten Konten.
- Nein
- ZertifizierungenIndustriezertifikate, die der Hersteller auf seiner eigenen Seite nennt. Leer heißt unbestätigt, nie „wird schon passen“.
- Zertifizierungen: vom Hersteller nicht angegeben
- AnschlüssePhysische Anschlüsse und Ladekontakte.
- Anschlüsse: vom Hersteller nicht angegeben
- WLANDie WLAN-Generation — sie bestimmt die Qualität des Streamings.
- WLAN: vom Hersteller nicht angegeben
- BluetoothFür Controller, Kopfhörer und Zubehör.
- Bluetooth: vom Hersteller nicht angegeben
- Bild vom ComputerOb ein Computer das Bild liefern kann, per Kabel oder drahtlos.
- Bild vom Computer: vom Hersteller nicht angegeben
- AudioEingebauter Ton. Am wichtigsten dort, wo jemand beim Arbeiten einen Remote-Experten hören muss.
- Eingebaute Lautsprecher
- MikrofonEingebautes Mikrofon — die andere Hälfte des Gesprächs mit dem Remote-Experten.
- Ja
- MikrofoneWie viele. Ein Array trennt Stimmen von Lärm, ein einzelnes Mikrofon nicht.
- 4
- KameraEine Kamera ist die Voraussetzung für Remote-Support und Fotodokumentation.
- Ja
- PreisklasseDie Preisklasse statt eines Preises, der veraltet.
- Mittelklasse
- EinführungspreisDer Einführungspreis des Herstellers. Feste Geschichte, veraltet also nie.
- 599 USD
- Preis je KonfigurationWas jede Konfiguration zum Start kostete.
- Preis je Konfiguration: vom Hersteller nicht angegeben
- Preis heuteUngefährer aktueller Nettopreis in USD — ein allgemeiner Wert, da sich diese Preise nach Abzug der Steuer kaum zwischen Regionen unterscheiden. Momentaufnahme vom angegebenen Datum, kein Angebot.
- 599 USD
Für wen dieses Gerät gedacht ist
INMO segmentiert selbst auf der eigenen Startseite — „GO3 FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE", „GO3 FÜR DEN VERTRIEB", „GO3 FÜR FRÜHE ANWENDER", „GO3 FÜR REISENDE" — unter dem Satz „Von globalen Meetings bis zu neuen Städten hilft GO3, Gespräche zu übersetzen, freihändig zu navigieren, Ideen festzuhalten und verbunden zu bleiben." In der Praxis ist es zuerst ein Übersetzungsgerät: 98 Sprachen online, neun davon offline auf der Brille selbst.
Was es vom Vorgänger unterscheidet
Gegenüber den Rokid Glasses, dem nächstliegenden Gerät hier, teilt GO3 die Idee des binokularen Wellenleiters und ergänzt den Wechselakku sowie einen weit größeren Sprachumfang. Gegenüber der Rokid AI Glasses Style läuft der Tausch andersherum: Style hat kein Display und den weiteren Korrektionsbereich, GO3 legt die Übersetzung auf das Glas. Gegenüber der Even Realities G2 ist es schwerer und funktionsdichter; gegenüber Brilliant Labs Halo ist es geschlossen, wo Halo offen ist — INMOs SDK unterstützt die Air3, nicht dieses Modell.
Was fehlt und was der Hersteller nicht veröffentlicht
Es ist überhaupt keine Zertifizierung veröffentlicht — kein CE, kein FCC, kein RoHS, keine IP-Klasse — was bei einem Produkt auffällt, das INMO mit veröffentlichter Länderpreisliste in die EU und nach Großbritannien liefert. Für GO3 gibt es weder ein Handbuch noch einen Supportbereich; die Supportseite des Herstellers führt Air3, GO, GO2 und Air2 und endet dort. Die Konnektivitätsangaben fehlen schlicht: keine WLAN-Generation, keine Bluetooth-Version, bei einem Gerät, dessen Hauptfunktion vom Netz abhängt. Auch eine Kameraspezifikation fehlt — keine Megapixel, kein Sensor, keine Videoauflösung, nur ein 60-Sekunden-Limit je Clip. Der Prozessor heißt „Dual-core CPU", ohne Anbieter und Teilenummer, und die einzige Speicherzahl steht in einer Zeile, die der Hersteller als Massenspeicher bezeichnet. Und es gibt keinen Entwicklerweg: INMOs eigener Beitrag begrenzt die SDK-Unterstützung auf die Air3.
INMO GO3 — häufige Fragen
- Funktioniert der Akkuwechsel wirklich, ohne die Brille abzunehmen?
- Das behauptet INMO wörtlich: ein magnetisches 270-mAh-Modul, das sich in etwa fünf Sekunden herausnehmen und wieder einsetzen lässt, während die Brille auf dem Gesicht bleibt. Zwei Module liegen bei, das 1300-mAh-Etui lädt beide gleichzeitig. Es ist das einzige Gerät in diesem Katalog, das die Laufzeitfrage so beantwortet, und für eine lange Schicht ist das praktischer als eine größere Zelle — zum Preis eines kleineren Akkus und eines weiteren Kleinteils, das verloren gehen kann.
- Übersetzt es auch ohne Netzverbindung?
- Für neun Sprachen ja — der Hersteller gibt an, dass diese auf der Brille selbst verarbeitet werden, weitere 98 sind online verfügbar. Das wiegt schwerer als die reine Sprachzahl, überall dort, wo der Empfang schlecht ist, also auf den meisten Hallenflächen und in Technikräumen. Alles Übrige, was das Gerät mit dem KI-Assistenten tut, läuft weiterhin über Telefon und Netz.
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Spezifikation am 2026-08-16 auf der Herstellerseite geprüft. Herstellerspezifikation
Produkt- und Firmennamen sind Marken der jeweiligen Inhaber und stehen hier ausschließlich zur Kennzeichnung der verglichenen Hardware. Wir sind mit keinem dieser Hersteller verbunden und werden von ihnen weder gesponsert noch unterstützt. Die Illustrationen stammen von uns.



