Solos AirGo V2 — Spezifikation und Fazit
AirGo V2 ist eine Generation, kein einzelnes Produkt: verkauft wird es als Fassungen Prime 1 und Prime 2, beide zum selben Preis, beide mit einer 16-Megapixel-Kamera, die 2K-Video aufzeichnet. Solos führt es unter „Vision", was in seinem Wortschatz Kamera und nicht Anzeige bedeutet — einen Bildschirm gibt es nicht, und die achtzehnzeilige Spezifikationstabelle enthält keine Zeile zu Display, Auflösung oder Helligkeit. Es ist das einzige Solos-Modell, das Video aufnimmt, trägt die Spritzwasserklasse IP54, und der Hersteller nennt sechzehn Stunden Foto- und Assistenznutzung. Was er nicht nennt, ist das Gewicht: diese Zeile ist in Solos’ eigener Tabelle ein leerer Strich, während das daneben stehende, günstigere reine Audiomodell AirGo A5 dort sechsunddreißig Gramm angibt.
Anzeigenlose KI-Brillen sind ein engeres Angebot, als sie wirken: ohne Display ist alles, was der Träger erhält, Ton — das passt zur freihändigen Aufnahme und zu Sprachanfragen und schließt alles aus, was gezeigt werden muss. Solos nennt selbst zwei Felder — Barrierefreiheit bei Sehbehinderung über die Envision-Partnerschaft und Unternehmensabläufe mit der Deutschen Telekom — veröffentlicht dazu aber weder Flottenverwaltung noch Provisioning noch Volumenlizenzen. Das SDK existiert, kostet jedoch 1.999 Dollar, und seine Lizenz untersagt die Veröffentlichung von Testergebnissen ohne schriftliche Zustimmung, was man wissen sollte, bevor jemand einen Vergleichspiloten plant.
Kamera und Assistent im Gesicht für 299 Dollar, mit IP54 und einem Sechzehn-Stunden-Wert, der die meisten dieser Klasse schlägt. Zwei Dinge zum Abwägen. Solos veröffentlicht das Gewicht nicht — die Zeile existiert in der eigenen Tabelle und bleibt ein Strich, während das günstigere A5 daneben sechsunddreißig Gramm nennt — und ein eigenes ChatGPT-Konto lässt sich nicht anbinden, laufende Kosten und Nutzungsgrenzen sind also das, was Solos festlegt. Zu beachten ist außerdem, dass „AirGo V2" entweder eine Prime-1- oder eine Prime-2-Fassung bedeutet; sie unterscheiden sich in Form und Größe, nicht in der Elektronik.
Einordnung in der eigenen Klasse
Die Achse reicht vom niedrigsten bis zum höchsten veröffentlichten Wert unter den Geräten der Klasse „KI-Brillen“ in diesem Katalog. Der graue Strich ist der Median der Klasse.
Median dieser Klasse: 540 Min., aus 10 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 499 USD, aus 14 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Vollständige Spezifikation
Ein Gedankenstrich bedeutet: Der Hersteller veröffentlicht diesen Wert nicht.
- HerstellerWer es herstellt — und von wem Sie Support kaufen.
- Solos
- KategorieUm welche Art Produkt es sich handelt. Davon hängt ab, welche Zeilen unten überhaupt sinnvoll sind.
- KI-Brillen
- GerätetypWo gerechnet wird — und damit, was Sie zum Betrieb brauchen.
- AR über Smartphone
- AnkündigungDer Tag der Vorstellung, nicht der Verkaufsstart.
- 2026-01-06
- MarkteinführungJahr der Markteinführung. In dieser Kategorie ist älter nicht automatisch schlechter.
- 2026
- VerfügbarkeitOb es heute noch neu bestellbar ist.
- Im Handel
- Support-EndeDas Datum, an dem der Hersteller den Support beendet. Entscheidend für eine Flotte, die Sie gerade kaufen.
- Support-Ende: vom Hersteller nicht angegeben
- DisplayWie das Bild entsteht. „Kein Display“ ist hier eine echte Antwort, keine Lücke.
- Kein Display
- Auflösung pro AugePixel pro Auge. Mehr bedeutet, dass kleine Schrift und Etiketten lesbar bleiben.
- Auflösung pro Auge: vom Hersteller nicht angegeben
- BildwiederholrateBilder pro Sekunde. Mehr wirkt flüssiger und hilft Personen, die zu Unwohlsein neigen.
- Bildwiederholrate: vom Hersteller nicht angegeben
- PixeldichtePixel pro Blickwinkelgrad — der ehrliche Weg, die Schärfe einer Brille mit der einer VR-Brille zu vergleichen. Mehr ist schärfer. Nur dort angegeben, wo jemand den Wert veröffentlicht hat; wir berechnen ihn nie selbst.
- Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- GewichtNur das Gerät. Ab etwa 150 g spürt man es innerhalb einer Stunde.
- Gewicht: vom Hersteller nicht angegeben
- SehkorrekturWie Brillenträger es nutzen, und in welchem Dioptrienbereich.
- Sehkorrektur: vom Hersteller nicht angegeben
- AbmessungenBreite, Höhe und Tiefe des Geräts.
- Abmessungen: vom Hersteller nicht angegeben
- Gewicht mit KopfbandMit dem mitgelieferten Kopfband — das tatsächlich getragene Gewicht.
- Gewicht mit Kopfband: vom Hersteller nicht angegeben
- KopfbandWeiches oder starres Band. Bestimmt, wie das Gewicht nach einer Stunde sitzt.
- Brillenfassung
- MaterialienGehäuse und Gesichtsauflage, laut Hersteller.
- TR90
- FarbenFarben, in denen es verkauft wird.
- Farben: vom Hersteller nicht angegeben
- Haptik im HeadsetVibration im Headset selbst, nicht in den Controllern.
- Haptik im Headset: vom Hersteller nicht angegeben
- Tracking-KamerasWie viele Kameras die Position bestimmen.
- Tracking-Kameras: vom Hersteller nicht angegeben
- Tracking-FrequenzWie oft die Position berechnet wird. Höher ist stabiler.
- Tracking-Frequenz: vom Hersteller nicht angegeben
- TiefensensorEin eigener Abstandssensor zusätzlich zu den Kameras.
- Tiefensensor: vom Hersteller nicht angegeben
- HandtrackingOb sich die Oberfläche mit bloßen Händen bedienen lässt, ohne Controller und ohne Telefon.
- Nein
- GesichtstrackingErfasst die Mimik — für Avatare, nicht für Trainingsszenarien.
- Gesichtstracking: vom Hersteller nicht angegeben
- KörpertrackingWie viel vom Körper das Gerät kennt. Geschätzte Beine sind keine getrackten Beine.
- Körpertracking: vom Hersteller nicht angegeben
- Controller enthaltenOb Motion-Controller im Karton liegen, separat gekauft werden — oder das Gerät nur mit den Händen arbeitet.
- Nein
- Controller-Tracking6DoF-Controller tracken Position und Drehung, eine Hand greift also im Raum; 3DoF zeigen nur. „Keine“ heißt nur Hände.
- Keine (nur Hände)
- Weitere EingabemethodenEingabewege jenseits von Controller und bloßen Händen.
- Sprache · Touchpad am Bügel
- Wo gerechnet wirdOb das Gerät selbst rechnet oder von Telefon, PC oder Gürteleinheit abhängt.
- Vom Telefon betrieben
- ProzessorProzessor und Speicher im Inneren. Daraus leiten wir die Leistungseinstufung oben ab.
- Prozessor: vom Hersteller nicht angegeben
- ProzessorKerne und Taktraten, sofern der Hersteller sie nennt.
- Prozessor: vom Hersteller nicht angegeben
- GrafikeinheitDer Grafikteil des Chips.
- Grafikeinheit: vom Hersteller nicht angegeben
- ArbeitsspeicherArbeitsspeicher des Geräts. Zusammen mit dem Chip bestimmt er, wie komplex eine Szene sein darf.
- Arbeitsspeicher: vom Hersteller nicht angegeben
- PlattformDie Plattform, gegen die eine App gebaut wird — und die ein MDM sprechen muss.
- Plattform: vom Hersteller nicht angegeben
- SpeicherPlatz für heruntergeladene Kurse. Mehr zählt für eine Offline-Bibliothek in mehreren Sprachen.
- Speicher: vom Hersteller nicht angegeben
- SD-KartensteckplatzOb sich der Speicher per Karte erweitern lässt.
- SD-Kartensteckplatz: vom Hersteller nicht angegeben
- AkkuLaufzeit laut Hersteller. Ein wechselbarer Akku zählt mehr als die Zahl.
- 960 Min.
- Akkukapazität (Wh)Energie der Zelle. Mehr bedeutet länger bei gleichem Verbrauch.
- Akkukapazität (Wh): vom Hersteller nicht angegeben
- Akkukapazität (mAh)Dieselbe Angabe in der anderen Einheit. Wir rechnen nie um.
- Akkukapazität (mAh): vom Hersteller nicht angegeben
- LadezeitVon leer auf voll. Hersteller nennen das selten, daher stammt es meist von dem, der es gemessen hat.
- 90 Min.
- NetzteilLeistung des mitgelieferten Netzteils — sie bestimmt die Ladezeit.
- Netzteil: vom Hersteller nicht angegeben
- Externer AkkuAkku am Kabel oder in einer Einheit statt am Kopf.
- Externer Akku: vom Hersteller nicht angegeben
- LadeetuiZusätzliche Laufzeit im mitgelieferten Etui.
- Ladeetui: vom Hersteller nicht angegeben
- Akku im Betrieb wechselbarOb ein geladener Akku den leeren ersetzt, ohne die Sitzung zu beenden. Das entscheidet, ob eine Brille eine Ganztags-Schulungsstation tragen kann.
- Akku im Betrieb wechselbar: vom Hersteller nicht angegeben
- Apps von DrittanbieternWie die Anwendung eines Drittanbieters auf das Gerät kommt: als gewöhnliches Android-Paket, nur über ein Hersteller-SDK oder gar nicht.
- App läuft auf dem Telefon
- Skillsive-Apps laufenUnsere eigene Aussage, ob Skillsive-Schulungsanwendungen heute darauf laufen.
- Nein
- Für Schulungen geeignetUnsere Einschätzung, ob das Gerät den echten Einsatz übersteht: Komfort, Hygiene, Flottenverwaltung.
- Nein
- Kiosk-Modus / MDMHerstellerwerkzeuge zum Registrieren von Geräten, Ausrollen einer App und Sperren der Brille darauf. Ab zehn Geräten praktisch Pflicht.
- Nein
- Business-VarianteEine offizielle Business-Stufe, damit die Geräte dem Unternehmen gehören und nicht privaten Konten.
- Nein
- ZertifizierungenIndustriezertifikate, die der Hersteller auf seiner eigenen Seite nennt. Leer heißt unbestätigt, nie „wird schon passen“.
- IP54
- AnschlüssePhysische Anschlüsse und Ladekontakte.
- Anschlüsse: vom Hersteller nicht angegeben
- WLANDie WLAN-Generation — sie bestimmt die Qualität des Streamings.
- WLAN: vom Hersteller nicht angegeben
- BluetoothFür Controller, Kopfhörer und Zubehör.
- 5.2
- Bild vom ComputerOb ein Computer das Bild liefern kann, per Kabel oder drahtlos.
- Bild vom Computer: vom Hersteller nicht angegeben
- AudioEingebauter Ton. Am wichtigsten dort, wo jemand beim Arbeiten einen Remote-Experten hören muss.
- Eingebaute Lautsprecher
- MikrofonEingebautes Mikrofon — die andere Hälfte des Gesprächs mit dem Remote-Experten.
- Ja
- MikrofoneWie viele. Ein Array trennt Stimmen von Lärm, ein einzelnes Mikrofon nicht.
- Mikrofone: vom Hersteller nicht angegeben
- KameraEine Kamera ist die Voraussetzung für Remote-Support und Fotodokumentation.
- Ja
- PreisklasseDie Preisklasse statt eines Preises, der veraltet.
- Mittelklasse
- EinführungspreisDer Einführungspreis des Herstellers. Feste Geschichte, veraltet also nie.
- 299 USD
- Preis je KonfigurationWas jede Konfiguration zum Start kostete.
- Preis je Konfiguration: vom Hersteller nicht angegeben
- Preis heuteUngefährer aktueller Nettopreis in USD — ein allgemeiner Wert, da sich diese Preise nach Abzug der Steuer kaum zwischen Regionen unterscheiden. Momentaufnahme vom angegebenen Datum, kein Angebot.
- 299 USD
Für wen dieses Gerät gedacht ist
Für Menschen, die aufnehmen und einen Sprachassistenten nutzen wollen, ohne Bildschirm im Gesicht, und für zwei Felder, die Solos selbst nennt: Barrierefreiheit bei Sehbehinderung über die Envision-Partnerschaft und Unternehmensabläufe mit der Deutschen Telekom. Die 16-Megapixel-Kamera mit 2K-Video unterscheidet sie vom Rest der Solos-Reihe, und alles, was der Träger zurückbekommt, ist Ton, denn eine Anzeige gibt es nicht.
Was es vom Vorgänger unterscheidet
Innerhalb der eigenen Reihe ist sie das einzige Modell, das Video aufzeichnet: die AirGo V fotografiert, filmt aber nicht, und AirGo A5 und AirGo 3 haben gar keine Kamera. Gegenüber der Ray-Ban Meta Gen 2, dem naheliegenden Vergleich, ist es ein kleineres Ökosystem mit IP54 und längerer angegebener Laufzeit — aber Solos nennt kein Gewicht, Meta schon. Gegenüber Brilliant Labs Halo ist sie die geschlossene, fertige Antwort auf dieselbe Frage: kein bezahlbares SDK, aber auch nichts zu bauen.
Was fehlt und was der Hersteller nicht veröffentlicht
Das Gewicht sticht heraus: die Zeile existiert in Solos’ eigener Spezifikationstabelle und bleibt ein Strich, während die günstigere reine Audio-A5 daneben rund sechsunddreißig Gramm angibt. Eine Akkukapazität wird in keiner Einheit genannt, nur Laufzeiten. Weder Chipsatz noch Arbeitsspeicher, Speicher oder Betriebssystem werden benannt, sodass sich bei 16 Megapixeln und 2K-Video nicht sagen lässt, wie viel Material die Brille fasst. Veröffentlicht ist allein IP54 — keine CE-, keine FCC-Kennzeichnung. Das SDK kostet 1.999 Dollar, und seine Lizenz untersagt die Veröffentlichung von Testergebnissen ohne schriftliche Zustimmung. Und ein privates ChatGPT-Konto lässt sich nicht anbinden, laufende Kosten und Nutzungsgrenzen bleiben also undokumentiert.
Solos AirGo V2 — häufige Fragen
- Bedeutet „Vision", dass sie eine Anzeige hat?
- Nein, und das ist das häufigste Missverständnis zu diesem Produkt. In Solos’ Wortschatz heißt „Vision", dass die Brille eine Kamera hat; „Audio" heißt, dass sie keine hat. Die AirGo V2 hat überhaupt keinen Bildschirm — die achtzehnzeilige Spezifikationstabelle enthält keine Zeile zu Display, Auflösung oder Helligkeit — und alles, was sie dem Träger mitteilt, kommt als Ton zurück.
- Was genau kaufe ich mit einer „AirGo V2"?
- Entweder eine Prime-1- oder eine Prime-2-Fassung, beide zum selben Preis. AirGo V2 ist der Generationsname, kein einzelnes Produkt: Prime 1 ist eckig in den Größen L und XL, Prime 2 rund in S und M, die Elektronik ist dieselbe. Zu beachten ist außerdem Solos’ eigener Hinweis, dass V2-Fassungsteile nicht mit früheren AirGo-Generationen kompatibel sind — was zählt, weil austauschbare Fronten das Verkaufsargument der Reihe sind.
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Die nächstliegenden Geräte derselben Klasse, sortiert nach Verfügbarkeit und Einführungspreis — nicht nach unserer Einschätzung.
Spezifikation am 2026-08-16 auf der Herstellerseite geprüft. Herstellerspezifikation
Produkt- und Firmennamen sind Marken der jeweiligen Inhaber und stehen hier ausschließlich zur Kennzeichnung der verglichenen Hardware. Wir sind mit keinem dieser Hersteller verbunden und werden von ihnen weder gesponsert noch unterstützt. Die Illustrationen stammen von uns.



