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Lynx R2

Lynx · Autarkes VR

Lynx R2

Ein in Frankreich gebautes Standalone-Headset mit 126 Grad horizontalem Sichtfeld und einem Android-Fork ohne Google-Dienste.

Angekündigt für 2026Unterstützt
Auflösung pro Auge
2312x2160
Bildwiederholrate
90 Hz
Gewicht
Sichtfeld
126°
Akku
120 Min.
Skillsive-Apps laufen
Nein

Lynx R2 — Spezifikation und Fazit

Lynx nennt 126 Grad horizontal und 103 Grad vertikal aus Pancake-Optiken, mehr als jedes derzeit verkaufte Standalone-Gerät, bei 80 Grad binokularer Überlappung. Dahinter arbeiten zwei LCD-Panels mit 2312x2160 bei 90 Hz und einer Spitzendichte von 24 Pixeln pro Grad, die Breite kostet also Schärfe: Ein Maschinenschild oder ein Gefahrenpiktogramm ist lesbar, Kleingedrucktes auf einer Arbeitsanweisung bleibt grenzwertig. Der Farb-Passthrough läuft mit 90 fps über zwei RGB-Kameras, dazu ein iToF-Tiefensensor und vier Monochromkameras für das Tracking, ein ernst gemeintes Sensorpaket für Mixed-Reality-Arbeit an echten Anlagen. Handtracking ist vorhanden, Eye- und Face-Tracking nicht, also weder Foveation noch Blickauswertung. Der Snapdragon XR2 Gen 2 mit 16 GB RAM bringt mehr Speicher als die meisten Standalones mit, der Massenspeicher bleibt bei einer einzigen 128-GB-Stufe.

Ausrollen lässt sich noch nichts: Das Headset wurde am 21. Januar 2026 angekündigt, und Lynx hat erklärt, weder Vorbestellungen noch Crowdfunding zu machen, verkauft wird erst, wenn geliefert werden kann. Einen Preis nennt Lynx nicht, die einzige Orientierung ist die Aussage des Gründers, das Gerät liege zwischen Quest 3 und Galaxy XR. Ein Mobile-Device-Management oder ein Kioskmodus ist nicht dokumentiert, für eine Flotte heißt das manuelles Provisionieren, bis Lynx oder ein Integrator etwas anderes sagt. Das Verkaufsargument ist das umgekehrte zum Üblichen: LynxOS ist ein Android-Fork ohne Google-Dienste mit vollem Offline-Betrieb, ein Standort ohne Internetzugang ist damit ein unterstützter Fall und kein Workaround. Die EU-Verfügbarkeit ist der einfache Teil, gebaut wird in Frankreich, verkauft über französische Händler.

Planen Sie damit keinen Rollout für 2026. Die Spezifikation ist für alle interessant, die ein breites Sichtfeld und ein Gerät ohne Datenabfluss brauchen, aber es gibt keinen Preis, keinen Termin außer „Sommer 2026“, keine MDM-Geschichte und keine Hardware, auf der außerhalb von Lynx jemand ein Training gefahren hat. Auf die Beobachtungsliste damit, und für Schulungen in diesem Jahr ein lieferbares Standalone kaufen.

Einordnung in der eigenen Klasse

Die Achse reicht vom niedrigsten bis zum höchsten veröffentlichten Wert unter den Geräten der Klasse „VR — autark“ in diesem Katalog. Der graue Strich ist der Median der Klasse.

Sichtfeld126°
90°126°

Median dieser Klasse: 103°, aus 23 Modellen mit veröffentlichtem Wert.

Vollständige Spezifikation

Ein Gedankenstrich bedeutet: Der Hersteller veröffentlicht diesen Wert nicht.

HerstellerWer es herstellt — und von wem Sie Support kaufen.
Lynx
KategorieUm welche Art Produkt es sich handelt. Davon hängt ab, welche Zeilen unten überhaupt sinnvoll sind.
VR — autark
GerätetypWo gerechnet wird — und damit, was Sie zum Betrieb brauchen.
Autarkes VR
AnkündigungDer Tag der Vorstellung, nicht der Verkaufsstart.
2026-01-21
MarkteinführungJahr der Markteinführung. In dieser Kategorie ist älter nicht automatisch schlechter.
Markteinführung: Spezifikation am 2026-08-08 auf der Herstellerseite geprüft.
VerfügbarkeitOb es heute noch neu bestellbar ist.
Angekündigt für 2026
Support-EndeDas Datum, an dem der Hersteller den Support beendet. Entscheidend für eine Flotte, die Sie gerade kaufen.
Support-Ende: Spezifikation am 2026-08-08 auf der Herstellerseite geprüft.

PanelDer Bildschirmtyp. micro-OLED liefert tieferes Schwarz und höheren Kontrast; LCD ist heller und günstiger.
LCD
OptikDie Linsen vor dem Panel. Pancake bleibt näher am Rand scharf als älteres Fresnel — das entscheidet, wie stark ein Teilnehmer den Kopf ausrichten muss, um etwas zu lesen.
Pancake-Linsen
AugenEin Auge oder beide. Über eine ganze Schicht ist das ein echter Unterschied bei der Ermüdung.
Beide Augen
Auflösung pro AugePixel pro Auge. Mehr bedeutet, dass kleine Schrift und Etiketten lesbar bleiben.
2312x2160*UploadVR
BildwiederholrateBilder pro Sekunde. Mehr wirkt flüssiger und hilft Personen, die zu Unwohlsein neigen.
90 Hz*UploadVR
SichtfeldWie viel des Sichtfelds das Bild einnimmt. Größer heißt immersiver, nicht automatisch besser für die Arbeit.
126° horizontal
PixeldichtePixel pro Blickwinkelgrad — der ehrliche Weg, die Schärfe einer Brille mit der einer VR-Brille zu vergleichen. Mehr ist schärfer. Nur dort angegeben, wo jemand den Wert veröffentlicht hat; wir berechnen ihn nie selbst.
Pixeldichte: Spezifikation am 2026-08-08 auf der Herstellerseite geprüft.
HelligkeitIn der Halle und im Freien entscheidet Helligkeit über Lesbarkeit, nicht die Auflösung.
Helligkeit: Spezifikation am 2026-08-08 auf der Herstellerseite geprüft.
GewichtNur das Gerät. Ab etwa 150 g spürt man es innerhalb einer Stunde.
Gewicht: Spezifikation am 2026-08-08 auf der Herstellerseite geprüft.

Für wen dieses Gerät gedacht ist

Organisationen, die kein Meta- oder Google-Konto in ihren Schulungsablauf lassen können: Verteidigung, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung und Industriestandorte mit Internetverbot. Ebenso alle, deren Szenario wirklich das periphere Sehen braucht, denn 126 Grad horizontal bei 80 Grad Überlappung liegen deutlich über dem üblichen Standalone-Niveau.

Was fehlt und was der Hersteller nicht veröffentlicht

Die Lynx-Seite nennt Optik, Sensorik, Gewicht und das Betriebssystem, aber weder Auflösung noch Bildrate, Chipsatz, RAM, Akku oder Preis, die meisten Zahlen hier stammen daher von UploadVR und VRcompare und nicht vom Hersteller. Die 128 GB Speicher, die 28 Wh und die zwei Stunden Laufzeit ließen sich auf keiner Lynx-Seite bestätigen. Zu Controllern im Lieferumfang, zu einer Klinkenbuchse, zu MDM und Kioskmodus sowie zu IP- oder MIL-Zertifizierungen ist nichts veröffentlicht.

Lynx R2 — häufige Fragen

Wann lässt sich das Lynx R2 kaufen, und gibt es Vorbestellungen?
Vorbestellungen gibt es nicht. Nach dem R1 hat Lynx angekündigt, auf Crowdfunding und Vorbestellungen komplett zu verzichten und das R2 erst zu verkaufen, wenn Geräte versandfertig sind, angepeilt ist der Sommer 2026. Der französische Händler Komete XR listet bereits eine Lynx R2 Enterprise Edition, allerdings als ausverkauft, ohne Termin und ohne Preis.
Funktioniert das Lynx R2 ohne Google-Konto und ohne Internetverbindung?
Genau darum geht es bei diesem Gerät. LynxOS ist ein in Frankreich entwickelter Android-Fork ohne Google-Dienste und ohne integriertes Nutzertracking, Lynx wirbt mit vollem Offline-Betrieb und DSGVO-Konformität by design. In einem abgeschotteten Werk oder im Verteidigungsumfeld entfällt damit das Konto- und Telemetrieproblem, es entfällt aber auch der Vertriebsweg über den Play Store.
Bringen die 126 Grad Sichtfeld des Lynx R2 im VR-Training etwas?
Das hängt davon ab, ob Ihr Szenario das periphere Sehen nutzt. 126 Grad horizontal mit 80 Grad binokularer Überlappung helfen bei Situationsbewusstsein, beim Erkennen einer bewegten Gefahr oder beim Arbeiten rund um eine Maschine. Beim Lesen helfen sie nicht: Dieselben Panels liefern 2312x2160 pro Auge und maximal 24 Pixel pro Grad, kleiner Text bleibt weich und Anweisungen müssen entsprechend groß gesetzt werden.

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Spezifikation am 2026-08-08 auf der Herstellerseite geprüft. Herstellerspezifikation

Produkt- und Firmennamen sind Marken der jeweiligen Inhaber und stehen hier ausschließlich zur Kennzeichnung der verglichenen Hardware. Wir sind mit keinem dieser Hersteller verbunden und werden von ihnen weder gesponsert noch unterstützt. Die Illustrationen stammen von uns.