Brilliant Labs Halo — Spezifikation und Fazit
Halo ersetzt die Frame, die Brilliant Labs nicht mehr verkauft, und ist das am besten dokumentierte Gerät dieses Katalogs: das Hardware-Handbuch nennt jedes Bauteil bis zur Teilenummer, weshalb hier viele Zeilen gefüllt sind, wo vergleichbare KI-Brillen leer bleiben. Ein farbiges Micro-OLED sitzt über einem Auge, eine VGA-Kamera mit Global Shutter blickt nach vorn, und zwei Knochenschall-Lautsprecher sowie zwei Mikrofone speisen einen dialogfähigen Assistenten auf dem Telefon. Das Silizium ist ein Mikrocontroller, kein Telefon-SoC — ein Arm Cortex-M55 mit kleiner NPU, 2 MB Arbeitsspeicher und 1,8 MB Flash — denn die Brille ist ein Bluetooth-Peripheriegerät, kein Rechner. WLAN fehlt, und Brilliant sagt ausdrücklich, dass das Absicht ist.
Halo ist eine offene Plattform, was hier selten ist, aber diese Plattform ist ein Bluetooth-Peripheriegerät und kein Rechner: Anwendungen laufen auf Telefon oder PC und steuern die Brille über Brilliants SDK, mit Zielen in Python, Flutter und Web Bluetooth. Das ist ein echter Weg zu einem maßgeschneiderten Werkzeug — einer Checkliste, einem Hinweis, einem Aufnahmeauslöser — und offener als alles andere in dieser Klasse. Was fehlt, ist der Rest einer Einführung: keine Flottenverwaltung, kein Provisioning, keine Unternehmenslizenzierung, und der Support ist ein Community-Kanal plus eine E-Mail-Adresse. Auch die täglichen KI-Nutzungsgrenzen sind unbeziffert, was zählt, wenn ein Gerät eine ganze Schicht laufen soll.
Das transparenteste Gerät dieses Katalogs und das einzige, dessen Spezifikation man tatsächlich nachprüfen kann: das Hardware-Handbuch nennt jedes Bauteil mit Teilenummer. Diese Transparenz schneidet in beide Richtungen — daher weiß man auch, dass die Rechenleistung ein Mikrocontroller mit 2 MB Arbeitsspeicher ist, dass das Sichtfeld der Anzeige schlicht nicht veröffentlicht wird, und dass die einzige Zertifizierung FCC Part 15 lautet, ohne CE- oder UKCA-Kennzeichnung für europäische Käufer. Die Vorgängerin Frame ist vollständig aus dem Shop verschwunden. Kaufen, um etwas Kleines und Konkretes zu bauen, nicht um eine Flotte auszurollen.
Einordnung in der eigenen Klasse
Die Achse reicht vom niedrigsten bis zum höchsten veröffentlichten Wert unter den Geräten der Klasse „KI-Brillen“ in diesem Katalog. Der graue Strich ist der Median der Klasse.
Median dieser Klasse: 540 Min., aus 10 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 1500 Nits, aus 7 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 499 USD, aus 14 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Vollständige Spezifikation
Ein Gedankenstrich bedeutet: Der Hersteller veröffentlicht diesen Wert nicht.
- HerstellerWer es herstellt — und von wem Sie Support kaufen.
- Brilliant Labs
- KategorieUm welche Art Produkt es sich handelt. Davon hängt ab, welche Zeilen unten überhaupt sinnvoll sind.
- KI-Brillen
- GerätetypWo gerechnet wird — und damit, was Sie zum Betrieb brauchen.
- AR über Smartphone
- AnkündigungDer Tag der Vorstellung, nicht der Verkaufsstart.
- 2025-07-31
- MarkteinführungJahr der Markteinführung. In dieser Kategorie ist älter nicht automatisch schlechter.
- 2025
- VerfügbarkeitOb es heute noch neu bestellbar ist.
- Im Handel
- Support-EndeDas Datum, an dem der Hersteller den Support beendet. Entscheidend für eine Flotte, die Sie gerade kaufen.
- Support-Ende: vom Hersteller nicht angegeben
- DisplayWie das Bild entsteht. „Kein Display“ ist hier eine echte Antwort, keine Lücke.
- Micro-OLED, ein Auge
- AugenEin Auge oder beide. Über eine ganze Schicht ist das ein echter Unterschied bei der Ermüdung.
- Ein Auge
- Auflösung pro AugePixel pro Auge. Mehr bedeutet, dass kleine Schrift und Etiketten lesbar bleiben.
- 640x480
- BildwiederholrateBilder pro Sekunde. Mehr wirkt flüssiger und hilft Personen, die zu Unwohlsein neigen.
- Bildwiederholrate: vom Hersteller nicht angegeben
- SichtfeldWie viel des Sichtfelds das Bild einnimmt. Größer heißt immersiver, nicht automatisch besser für die Arbeit.
- Sichtfeld: vom Hersteller nicht angegeben
- PixeldichtePixel pro Blickwinkelgrad — der ehrliche Weg, die Schärfe einer Brille mit der einer VR-Brille zu vergleichen. Mehr ist schärfer. Nur dort angegeben, wo jemand den Wert veröffentlicht hat; wir berechnen ihn nie selbst.
- Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- HelligkeitIn der Halle und im Freien entscheidet Helligkeit über Lesbarkeit, nicht die Auflösung.
- 5000 Nits
- GewichtNur das Gerät. Ab etwa 150 g spürt man es innerhalb einer Stunde.
- Gewicht: vom Hersteller nicht angegeben
- Sichtbares SichtfeldWas das Auge durch die Optik sieht, nach Achsen.
- Sichtbares Sichtfeld: vom Hersteller nicht angegeben
- Gerendertes SichtfeldWas das Gerät rendert. Nie kleiner als das Sichtbare.
- Gerendertes Sichtfeld: vom Hersteller nicht angegeben
- Binokulare ÜberlappungWo beide Augen dasselbe sehen — dort entsteht Tiefe.
- Binokulare Überlappung: vom Hersteller nicht angegeben
- Mittlere PixeldichtePixel pro Grad über das Bild. Mehr ist schärfer.
- Mittlere Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- Maximale PixeldichteDer schärfste Punkt, meist die Linsenmitte.
- Maximale Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- Subpixel-AnordnungAnordnung der Farbpunkte im Pixel. Stripe wirkt bei Text sauberer als PenTile.
- Subpixel-Anordnung: vom Hersteller nicht angegeben
- Foveated RenderingOb außerhalb des Blickpunkts Details reduziert werden.
- Foveated Rendering: vom Hersteller nicht angegeben
- SehkorrekturWie Brillenträger es nutzen, und in welchem Dioptrienbereich.
- Eingebaute Dioptrienverstellung · -6 bis 2 dpt
- AbmessungenBreite, Höhe und Tiefe des Geräts.
- Abmessungen: vom Hersteller nicht angegeben
- Gewicht mit KopfbandMit dem mitgelieferten Kopfband — das tatsächlich getragene Gewicht.
- Gewicht mit Kopfband: vom Hersteller nicht angegeben
- KopfbandWeiches oder starres Band. Bestimmt, wie das Gewicht nach einer Stunde sitzt.
- Brillenfassung
- MaterialienGehäuse und Gesichtsauflage, laut Hersteller.
- Materialien: vom Hersteller nicht angegeben
- FarbenFarben, in denen es verkauft wird.
- Schwarz
- Haptik im HeadsetVibration im Headset selbst, nicht in den Controllern.
- Haptik im Headset: vom Hersteller nicht angegeben
- TrackingOb Inhalte im Raum stehen bleiben (6DoF), der Kopfdrehung folgen (3DoF) oder schlicht fixiert sind.
- Keins
- Tracking-KamerasWie viele Kameras die Position bestimmen.
- Tracking-Kameras: vom Hersteller nicht angegeben
- Tracking-FrequenzWie oft die Position berechnet wird. Höher ist stabiler.
- Tracking-Frequenz: vom Hersteller nicht angegeben
- TiefensensorEin eigener Abstandssensor zusätzlich zu den Kameras.
- Nein
- HandtrackingOb sich die Oberfläche mit bloßen Händen bedienen lässt, ohne Controller und ohne Telefon.
- Nein
- GesichtstrackingErfasst die Mimik — für Avatare, nicht für Trainingsszenarien.
- Gesichtstracking: vom Hersteller nicht angegeben
- KörpertrackingWie viel vom Körper das Gerät kennt. Geschätzte Beine sind keine getrackten Beine.
- Körpertracking: vom Hersteller nicht angegeben
- Controller enthaltenOb Motion-Controller im Karton liegen, separat gekauft werden — oder das Gerät nur mit den Händen arbeitet.
- Nein
- Controller-Tracking6DoF-Controller tracken Position und Drehung, eine Hand greift also im Raum; 3DoF zeigen nur. „Keine“ heißt nur Hände.
- Keine (nur Hände)
- Weitere EingabemethodenEingabewege jenseits von Controller und bloßen Händen.
- Sprache
- Wo gerechnet wirdOb das Gerät selbst rechnet oder von Telefon, PC oder Gürteleinheit abhängt.
- Vom Telefon betrieben
- ProzessorProzessor und Speicher im Inneren. Daraus leiten wir die Leistungseinstufung oben ab.
- Alif Semiconductor Balletto B1
- ProzessorKerne und Taktraten, sofern der Hersteller sie nennt.
- Arm Cortex-M55
- GrafikeinheitDer Grafikteil des Chips.
- Grafikeinheit: vom Hersteller nicht angegeben
- ArbeitsspeicherArbeitsspeicher des Geräts. Zusammen mit dem Chip bestimmt er, wie komplex eine Szene sein darf.
- Arbeitsspeicher: vom Hersteller nicht angegeben
- PlattformDie Plattform, gegen die eine App gebaut wird — und die ein MDM sprechen muss.
- Zephyr OS
- SpeicherPlatz für heruntergeladene Kurse. Mehr zählt für eine Offline-Bibliothek in mehreren Sprachen.
- Speicher: vom Hersteller nicht angegeben
- SD-KartensteckplatzOb sich der Speicher per Karte erweitern lässt.
- SD-Kartensteckplatz: vom Hersteller nicht angegeben
- AkkuLaufzeit laut Hersteller. Ein wechselbarer Akku zählt mehr als die Zahl.
- 840 Min.
- Akkukapazität (Wh)Energie der Zelle. Mehr bedeutet länger bei gleichem Verbrauch.
- Akkukapazität (Wh): vom Hersteller nicht angegeben
- Akkukapazität (mAh)Dieselbe Angabe in der anderen Einheit. Wir rechnen nie um.
- 300 mAh
- LadezeitVon leer auf voll. Hersteller nennen das selten, daher stammt es meist von dem, der es gemessen hat.
- Ladezeit: vom Hersteller nicht angegeben
- NetzteilLeistung des mitgelieferten Netzteils — sie bestimmt die Ladezeit.
- Netzteil: vom Hersteller nicht angegeben
- Externer AkkuAkku am Kabel oder in einer Einheit statt am Kopf.
- Nein
- LadeetuiZusätzliche Laufzeit im mitgelieferten Etui.
- Ladeetui: vom Hersteller nicht angegeben
- Akku im Betrieb wechselbarOb ein geladener Akku den leeren ersetzt, ohne die Sitzung zu beenden. Das entscheidet, ob eine Brille eine Ganztags-Schulungsstation tragen kann.
- Nein
- Apps von DrittanbieternWie die Anwendung eines Drittanbieters auf das Gerät kommt: als gewöhnliches Android-Paket, nur über ein Hersteller-SDK oder gar nicht.
- Nur Hersteller-SDK
- Skillsive-Apps laufenUnsere eigene Aussage, ob Skillsive-Schulungsanwendungen heute darauf laufen.
- Nein
- Für Schulungen geeignetUnsere Einschätzung, ob das Gerät den echten Einsatz übersteht: Komfort, Hygiene, Flottenverwaltung.
- Nein
- Kiosk-Modus / MDMHerstellerwerkzeuge zum Registrieren von Geräten, Ausrollen einer App und Sperren der Brille darauf. Ab zehn Geräten praktisch Pflicht.
- Nein
- Business-VarianteEine offizielle Business-Stufe, damit die Geräte dem Unternehmen gehören und nicht privaten Konten.
- Nein
- ZertifizierungenIndustriezertifikate, die der Hersteller auf seiner eigenen Seite nennt. Leer heißt unbestätigt, nie „wird schon passen“.
- FCC Part 15 Class B
- AnschlüssePhysische Anschlüsse und Ladekontakte.
- magnetic charging connector
- WLANDie WLAN-Generation — sie bestimmt die Qualität des Streamings.
- WLAN: vom Hersteller nicht angegeben
- BluetoothFür Controller, Kopfhörer und Zubehör.
- 5.3
- Bild vom ComputerOb ein Computer das Bild liefern kann, per Kabel oder drahtlos.
- Bild vom Computer: vom Hersteller nicht angegeben
- AudioEingebauter Ton. Am wichtigsten dort, wo jemand beim Arbeiten einen Remote-Experten hören muss.
- Knochenschall
- MikrofonEingebautes Mikrofon — die andere Hälfte des Gesprächs mit dem Remote-Experten.
- Ja
- MikrofoneWie viele. Ein Array trennt Stimmen von Lärm, ein einzelnes Mikrofon nicht.
- 2
- KameraEine Kamera ist die Voraussetzung für Remote-Support und Fotodokumentation.
- Ja
- PreisklasseDie Preisklasse statt eines Preises, der veraltet.
- Mittelklasse
- EinführungspreisDer Einführungspreis des Herstellers. Feste Geschichte, veraltet also nie.
- 399 USD
- Preis je KonfigurationWas jede Konfiguration zum Start kostete.
- Preis je Konfiguration: vom Hersteller nicht angegeben
- Preis heuteUngefährer aktueller Nettopreis in USD — ein allgemeiner Wert, da sich diese Preise nach Abzug der Steuer kaum zwischen Regionen unterscheiden. Momentaufnahme vom angegebenen Datum, kein Angebot.
- 399 USD
Für wen dieses Gerät gedacht ist
Für Entwickler und für Menschen, die einen Assistenten wollen, der sich merkt, was sie gesehen haben, und bereit sind, Politur gegen Offenheit zu tauschen. Brilliant Labs beschreibt sie als „open source AI glasses for the curious, creative, and forward thinking" und teilt das Publikum selbst: gewöhnliche Träger bekommen Erinnerung und Dialog über Gesehenes und Gehörtes, Entwickler eine Hardware- und Softwareplattform zum Bauen. Es ist ein Bluetooth-Peripheriegerät am Telefon, kein eigenständiger Rechner, und die Spezifikation gibt das ehrlich wieder.
Was es vom Vorgänger unterscheidet
Gegenüber der eigenen Vorgängerin Frame gewinnt sie ein zweites Mikrofon, zwei Knochenschall-Lautsprecher, die es zuvor nicht gab, eine NPU statt eines FPGA und einen größeren Akku — und verliert Frames Ladedock sowie, bewusst, Kameraauflösung. Brilliant begründet das: man habe „hefty image sensors geared more for social media capture than focused AI inference" abgelehnt. Gegenüber Meta Ray-Ban Display oder Even Realities G2 ist sie weit offener und weit weniger fertig, ohne Flottenkonzept und ohne europäische Konformitätskennzeichnung.
Was fehlt und was der Hersteller nicht veröffentlicht
Ein Sichtfeld der Anzeige wird überhaupt nicht veröffentlicht, was auffällt, weil Brilliant es für die Frame angegeben hatte. Es gibt keine IP-Klasse, keine CE- und keine UKCA-Kennzeichnung — nur FCC Part 15 — was für europäische Käufer ein echtes Problem ist. Abmessungen und Rahmenmaterial fehlen. Die Firma widerspricht sich zudem selbst, ob der Firmware-Quelltext wirklich offen ist: die Produktseite sagt, der Code liege auf GitHub, der Link im Hardware-Handbuch sagt „coming soon". Die kostenlose KI-Nutzung hat tägliche Obergrenzen, die nirgends beziffert werden, und es gibt weder Flottenverwaltung noch Unternehmenslizenzierung.
Brilliant Labs Halo — häufige Fragen
- Warum wirkt der Speicher so klein gegenüber anderen KI-Brillen?
- Weil es ein Mikrocontroller ist und kein Telefon-Chip. Brilliant nennt 2 Megabyte Arbeitsspeicher und 1,8 Megabyte Flash — Megabyte, nicht Gigabyte — um einen Arm Cortex-M55 mit kleiner neuronaler Einheit. Die schwere Arbeit läuft auf dem gekoppelten Telefon. Unsere Tabelle lässt diese Felder leer, statt eine Zahl zu drucken, die in Gigabyte tausendfach zu hoch gelesen würde.
- Kann ein Unternehmen eine eigene Anwendung für Halo bauen?
- Ja, und genau darum geht es. Es gibt ein veröffentlichtes SDK mit Zielen in Python, Flutter und Web Bluetooth, und Anwendungen laufen auf dem Host und steuern die Brille über Bluetooth, statt auf ihr installiert zu werden. Was fehlt, ist alles um eine Einführung herum — keine Geräteverwaltung, kein Provisioning, keine Unternehmens-Supportstufe. Das ist ein Weg zu einem Prototyp oder einem Einzweckwerkzeug, nicht zu einer Flotte.
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Spezifikation am 2026-08-16 auf der Herstellerseite geprüft. Herstellerspezifikation
Produkt- und Firmennamen sind Marken der jeweiligen Inhaber und stehen hier ausschließlich zur Kennzeichnung der verglichenen Hardware. Wir sind mit keinem dieser Hersteller verbunden und werden von ihnen weder gesponsert noch unterstützt. Die Illustrationen stammen von uns.



