ASUS AirVision M1 — Spezifikation und Fazit
Die AirVision M1 ist ein Display, kein Rechner. Zwei 0,49-Zoll-Micro-OLED-Panels von Sony liefern 1920x1080 pro Auge bei 72 Hz und 1100 Nits, und ASUS nennt 58 Pixel pro Grad bei 38 Grad Sichtfeld — genug, um eine Tabelle oder eine Anleitung zu lesen, aber das Bild sitzt als kleines Fenster mitten im Blickfeld und umgibt den Träger nicht. Die Kopfbewegung wird nur mit 3DoF erfasst, ein virtueller Bildschirm lässt sich also an eine Richtung heften, doch nichts im Raum verankern und nach nichts greifen. Es gibt keine Kamera, kein positionelles Tracking und keine eigene Recheneinheit: alles kommt über ein einziges USB-C-Kabel im DisplayPort-Alt-Mode. Für Schulungen heißt das: die M1 zeigt einer Person einen Kurs, ein Video oder eine Checkliste, aber sie führt keine interaktive VR-Übung aus.
Eine Flottengeschichte gibt es hier nicht. ASUS verkauft die M1 als Consumer-Zubehör für 699 USD, ohne Enterprise-Lizenzprogramm, ohne Geräteverwaltung und ohne Kiosk-Modus; jedes Exemplar wird faktisch dadurch bereitgestellt, dass man den Host-Rechner bereitstellt. Sie funktioniert nur mit einem Host, der DisplayPort Alt Mode über USB-C bietet — ASUS nennt ROG Ally, Notebooks und Telefone und empfiehlt für die AirVision-App mit ihren mehreren virtuellen Bildschirmen Windows 11 24H2 sowie mindestens Radeon 680M, GTX 1060 oder Iris Xe. Die Hygiene ist einfacher als bei einem Headset: 87 g, ein Brillengestell, wechselbare Nasenpads und eine magnetische Lichtblende, alles abwischbar. Der Bezug in Polen und Deutschland läuft über den normalen ASUS-Handel und nicht über ein B2B-Konto, also Einzelstücke zum Ladenpreis und pro Nutzer ein eigener USB-C-Host.
Kaufen als persönlicher Bildschirm, nicht als Schulungsgerät. Unsere VR-Kurse sind eigenständige Android-Anwendungen, und keine davon läuft auf einem kabelgebundenen 3DoF-Display ohne eigene Rechenleistung; für echtes Training braucht man ein Standalone-VR-Headset. Ihren Platz verdient die M1 dort, wo ein Techniker neben der Maschine einen privaten, lesbaren 1080p-Bildschirm braucht, ohne einen Monitor mitzuschleppen.
Einordnung in der eigenen Klasse
Die Achse reicht vom niedrigsten bis zum höchsten veröffentlichten Wert unter den Geräten der Klasse „AR — tragbares Display“ in diesem Katalog. Der graue Strich ist der Median der Klasse.
Median dieser Klasse: 50°, aus 11 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 82 g, aus 12 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 650 Nits, aus 10 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Median dieser Klasse: 579 USD, aus 13 Modellen mit veröffentlichtem Wert.
Vollständige Spezifikation
Ein Gedankenstrich bedeutet: Der Hersteller veröffentlicht diesen Wert nicht.
- HerstellerWer es herstellt — und von wem Sie Support kaufen.
- ASUS
- KategorieUm welche Art Produkt es sich handelt. Davon hängt ab, welche Zeilen unten überhaupt sinnvoll sind.
- AR — tragbares Display
- GerätetypWo gerechnet wird — und damit, was Sie zum Betrieb brauchen.
- AR über PC
- AnkündigungDer Tag der Vorstellung, nicht der Verkaufsstart.
- 2025-01-15
- MarkteinführungJahr der Markteinführung. In dieser Kategorie ist älter nicht automatisch schlechter.
- 2025
- VerfügbarkeitOb es heute noch neu bestellbar ist.
- Im Handel
- Support-EndeDas Datum, an dem der Hersteller den Support beendet. Entscheidend für eine Flotte, die Sie gerade kaufen.
- Support-Ende: vom Hersteller nicht angegeben
- DisplayWie das Bild entsteht. „Kein Display“ ist hier eine echte Antwort, keine Lücke.
- Birdbath-Optik
- AugenEin Auge oder beide. Über eine ganze Schicht ist das ein echter Unterschied bei der Ermüdung.
- Beide Augen
- Auflösung pro AugePixel pro Auge. Mehr bedeutet, dass kleine Schrift und Etiketten lesbar bleiben.
- 1920x1080
- BildwiederholrateBilder pro Sekunde. Mehr wirkt flüssiger und hilft Personen, die zu Unwohlsein neigen.
- 72 Hz
- SichtfeldWie viel des Sichtfelds das Bild einnimmt. Größer heißt immersiver, nicht automatisch besser für die Arbeit.
- 38°
- PixeldichtePixel pro Blickwinkelgrad — der ehrliche Weg, die Schärfe einer Brille mit der einer VR-Brille zu vergleichen. Mehr ist schärfer. Nur dort angegeben, wo jemand den Wert veröffentlicht hat; wir berechnen ihn nie selbst.
- 58 PPD
- HelligkeitIn der Halle und im Freien entscheidet Helligkeit über Lesbarkeit, nicht die Auflösung.
- 1100 Nits
- GewichtNur das Gerät. Ab etwa 150 g spürt man es innerhalb einer Stunde.
- 87 g
- Sichtbares SichtfeldWas das Auge durch die Optik sieht, nach Achsen.
- Sichtbares Sichtfeld: vom Hersteller nicht angegeben
- Gerendertes SichtfeldWas das Gerät rendert. Nie kleiner als das Sichtbare.
- Gerendertes Sichtfeld: vom Hersteller nicht angegeben
- Binokulare ÜberlappungWo beide Augen dasselbe sehen — dort entsteht Tiefe.
- Binokulare Überlappung: vom Hersteller nicht angegeben
- Mittlere PixeldichtePixel pro Grad über das Bild. Mehr ist schärfer.
- Mittlere Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- Maximale PixeldichteDer schärfste Punkt, meist die Linsenmitte.
- Maximale Pixeldichte: vom Hersteller nicht angegeben
- Subpixel-AnordnungAnordnung der Farbpunkte im Pixel. Stripe wirkt bei Text sauberer als PenTile.
- Subpixel-Anordnung: vom Hersteller nicht angegeben
- Foveated RenderingOb außerhalb des Blickpunkts Details reduziert werden.
- Foveated Rendering: vom Hersteller nicht angegeben
- SehkorrekturWie Brillenträger es nutzen, und in welchem Dioptrienbereich.
- Korrektureinsätze des Herstellers
- AbmessungenBreite, Höhe und Tiefe des Geräts.
- 171 × 53 × 170 mm
- Gewicht mit KopfbandMit dem mitgelieferten Kopfband — das tatsächlich getragene Gewicht.
- Gewicht mit Kopfband: vom Hersteller nicht angegeben
- KopfbandWeiches oder starres Band. Bestimmt, wie das Gewicht nach einer Stunde sitzt.
- Brillenfassung
- MaterialienGehäuse und Gesichtsauflage, laut Hersteller.
- plastic
- FarbenFarben, in denen es verkauft wird.
- Schwarz
- Haptik im HeadsetVibration im Headset selbst, nicht in den Controllern.
- Haptik im Headset: vom Hersteller nicht angegeben
- TrackingOb Inhalte im Raum stehen bleiben (6DoF), der Kopfdrehung folgen (3DoF) oder schlicht fixiert sind.
- 3DoF (nur Drehung)
- Tracking-KamerasWie viele Kameras die Position bestimmen.
- Tracking-Kameras: vom Hersteller nicht angegeben
- Tracking-FrequenzWie oft die Position berechnet wird. Höher ist stabiler.
- Tracking-Frequenz: vom Hersteller nicht angegeben
- TiefensensorEin eigener Abstandssensor zusätzlich zu den Kameras.
- Nein
- HandtrackingOb sich die Oberfläche mit bloßen Händen bedienen lässt, ohne Controller und ohne Telefon.
- Nein
- GesichtstrackingErfasst die Mimik — für Avatare, nicht für Trainingsszenarien.
- Nein
- KörpertrackingWie viel vom Körper das Gerät kennt. Geschätzte Beine sind keine getrackten Beine.
- Keines
- Controller enthaltenOb Motion-Controller im Karton liegen, separat gekauft werden — oder das Gerät nur mit den Händen arbeitet.
- Controller enthalten: vom Hersteller nicht angegeben
- Controller-ModellDer Herstellername des Controllers.
- Controller-Modell: vom Hersteller nicht angegeben
- Controller-Tracking6DoF-Controller tracken Position und Drehung, eine Hand greift also im Raum; 3DoF zeigen nur. „Keine“ heißt nur Hände.
- Controller-Tracking: vom Hersteller nicht angegeben
- Fingertracking am ControllerOb der Controller einzelne Finger erfasst, und wie.
- Fingertracking am Controller: vom Hersteller nicht angegeben
- BedienelementeTasten, Sticks und Trigger des Controllers.
- Bedienelemente: vom Hersteller nicht angegeben
- Controller-HaptikVibrationsfeedback in der Hand.
- Controller-Haptik: vom Hersteller nicht angegeben
- Controller-StromversorgungEinwegbatterien oder fester Akku — eine Flottenfrage.
- Controller-Stromversorgung: vom Hersteller nicht angegeben
- Controller-GewichtEin Controller, laut Hersteller.
- Controller-Gewicht: vom Hersteller nicht angegeben
- Weitere EingabemethodenEingabewege jenseits von Controller und bloßen Händen.
- Touchpad am Bügel
- Wo gerechnet wirdOb das Gerät selbst rechnet oder von Telefon, PC oder Gürteleinheit abhängt.
- Vom PC betrieben
- ProzessorProzessor und Speicher im Inneren. Daraus leiten wir die Leistungseinstufung oben ab.
- Prozessor: vom Hersteller nicht angegeben
- ProzessorKerne und Taktraten, sofern der Hersteller sie nennt.
- Prozessor: vom Hersteller nicht angegeben
- GrafikeinheitDer Grafikteil des Chips.
- Grafikeinheit: vom Hersteller nicht angegeben
- ArbeitsspeicherArbeitsspeicher des Geräts. Zusammen mit dem Chip bestimmt er, wie komplex eine Szene sein darf.
- Arbeitsspeicher: vom Hersteller nicht angegeben
- PlattformDie Plattform, gegen die eine App gebaut wird — und die ein MDM sprechen muss.
- Plattform: vom Hersteller nicht angegeben
- SD-KartensteckplatzOb sich der Speicher per Karte erweitern lässt.
- SD-Kartensteckplatz: vom Hersteller nicht angegeben
- AkkuLaufzeit laut Hersteller. Ein wechselbarer Akku zählt mehr als die Zahl.
- Akku: vom Hersteller nicht angegeben
- Akkukapazität (Wh)Energie der Zelle. Mehr bedeutet länger bei gleichem Verbrauch.
- Akkukapazität (Wh): vom Hersteller nicht angegeben
- Akkukapazität (mAh)Dieselbe Angabe in der anderen Einheit. Wir rechnen nie um.
- Akkukapazität (mAh): vom Hersteller nicht angegeben
- LadezeitVon leer auf voll. Hersteller nennen das selten, daher stammt es meist von dem, der es gemessen hat.
- Ladezeit: vom Hersteller nicht angegeben
- NetzteilLeistung des mitgelieferten Netzteils — sie bestimmt die Ladezeit.
- Netzteil: vom Hersteller nicht angegeben
- Externer AkkuAkku am Kabel oder in einer Einheit statt am Kopf.
- Externer Akku: vom Hersteller nicht angegeben
- LadeetuiZusätzliche Laufzeit im mitgelieferten Etui.
- Ladeetui: vom Hersteller nicht angegeben
- Akku im Betrieb wechselbarOb ein geladener Akku den leeren ersetzt, ohne die Sitzung zu beenden. Das entscheidet, ob eine Brille eine Ganztags-Schulungsstation tragen kann.
- Akku im Betrieb wechselbar: vom Hersteller nicht angegeben
- Apps von DrittanbieternWie die Anwendung eines Drittanbieters auf das Gerät kommt: als gewöhnliches Android-Paket, nur über ein Hersteller-SDK oder gar nicht.
- Geschlossene Plattform
- Skillsive-Apps laufenUnsere eigene Aussage, ob Skillsive-Schulungsanwendungen heute darauf laufen.
- Nein
- Für Schulungen geeignetUnsere Einschätzung, ob das Gerät den echten Einsatz übersteht: Komfort, Hygiene, Flottenverwaltung.
- Nein
- ZertifizierungenIndustriezertifikate, die der Hersteller auf seiner eigenen Seite nennt. Leer heißt unbestätigt, nie „wird schon passen“.
- TÜV Rheinland Low Blue Light · TÜV Rheinland Flicker Reduced · FSC MIX
- AnschlüssePhysische Anschlüsse und Ladekontakte.
- USB Type-C
- WLANDie WLAN-Generation — sie bestimmt die Qualität des Streamings.
- WLAN: vom Hersteller nicht angegeben
- BluetoothFür Controller, Kopfhörer und Zubehör.
- Bluetooth: vom Hersteller nicht angegeben
- Bild vom ComputerOb ein Computer das Bild liefern kann, per Kabel oder drahtlos.
- Per Kabel (USB-C DisplayPort Alt Mode)
- AudioEingebauter Ton. Am wichtigsten dort, wo jemand beim Arbeiten einen Remote-Experten hören muss.
- Eingebaute Lautsprecher
- MikrofonEingebautes Mikrofon — die andere Hälfte des Gesprächs mit dem Remote-Experten.
- Ja
- MikrofoneWie viele. Ein Array trennt Stimmen von Lärm, ein einzelnes Mikrofon nicht.
- Mikrofone: vom Hersteller nicht angegeben
- KameraEine Kamera ist die Voraussetzung für Remote-Support und Fotodokumentation.
- Nein
- PreisklasseDie Preisklasse statt eines Preises, der veraltet.
- Premium
- EinführungspreisDer Einführungspreis des Herstellers. Feste Geschichte, veraltet also nie.
- 699 USD
- Preis je KonfigurationWas jede Konfiguration zum Start kostete.
- Preis je Konfiguration: vom Hersteller nicht angegeben
- Preis heuteUngefährer aktueller Nettopreis in USD — ein allgemeiner Wert, da sich diese Preise nach Abzug der Steuer kaum zwischen Regionen unterscheiden. Momentaufnahme vom angegebenen Datum, kein Angebot.
- Preis heute: vom Hersteller nicht angegeben
Für wen dieses Gerät gedacht ist
Geeignet für eine Einzelperson, die schon einen USB-C-DisplayPort-Host hat: ROG-Ally-Besitzer, Servicetechniker mit Notebook, jemand, der im Flugzeug einen 100-Zoll-Bildschirm möchte. Nicht geeignet für eine Schulungsabteilung, die zehn Stück beschafft, denn es fehlt jede Verwaltungsebene und es gibt nichts Interaktives, das man darauf ausrollen könnte.
Was fehlt und was der Hersteller nicht veröffentlicht
ASUS veröffentlicht Helligkeit, Auflösung, Bildwiederholrate und 58 PPD, sagt aber nichts zum Akku — weil es keinen gibt, die Brille zieht Strom aus dem Host — und nichts zu Garantiedauer, MDM-Unterstützung oder einer Enterprise-Variante. Auch wo das Touchpad sitzt und aus wie vielen Mikrofonen das rauschunterdrückende Array besteht, bleibt offen. Das eigene Datenblatt rundet das Nettogewicht auf 0,08 kg, die Marketingseite nennt 87 g; wir haben 87 g übernommen. Keine unabhängige Messung war in dieser Sitzung abrufbar, Helligkeit und Sichtfeld sind daher Herstellerangaben.
ASUS AirVision M1 — häufige Fragen
- Funktioniert die ASUS AirVision M1 ohne angeschlossenen PC, ohne Telefon und ohne ROG Ally?
- Nein. Die M1 hat keinen Prozessor, keinen Akku und kein eigenes Betriebssystem — der einzige USB-C-Anschluss überträgt das Bild im DisplayPort-Alt-Mode und bezieht den Strom vom Host. ASUS nennt ROG Ally, Notebooks und Telefone als Quellen und empfiehlt für die AirVision-App Windows 11 24H2 mit Grafik der Klasse Radeon 680M, GTX 1060 oder Iris Xe. Ohne Kabel bleibt das Display dunkel.
- Was deckt die TÜV-Rheinland-Zertifizierung der AirVision M1 tatsächlich ab?
- ASUS nennt zwei getrennte TÜV-Rheinland-Zeichen für Augenkomfort: Flicker Reduced und Low Blue Light. Beide betreffen die Ansteuerung der Micro-OLED-Panels bei den angegebenen 1100 Nits, nicht Stoß-, Staub- oder Wasserfestigkeit. Es gibt keine IP-Schutzart, keine MIL-STD-Einstufung und keine ATEX-Zulassung; die M1 ist Büro- und Heimgerät, keine Industriehardware.
- Ist das mitgelieferte Korrektionsglas-Gestell der AirVision M1 sofort nutzbar?
- Nur teilweise. ASUS legt ein abnehmbares Korrektionsgestell und ein Musterglas bei, die eigentlichen Gläser muss aber der eigene Optiker nach Rezept einschleifen. Diese Kosten fallen pro Nutzer an, und das Gestell ist der einzige offiziell vorgesehene Weg: es gibt kein Dioptrienrad, und ASUS veröffentlicht keinen unterstützten Dioptrienbereich.
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Spezifikation am 2026-08-10 auf der Herstellerseite geprüft. Herstellerspezifikation
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